Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

Dienstag, 25. Oktober 2011

Die palmerischen Honigbienen

Foto:lilysmum/pixelio
Palmerischer Honig ist gut und von hoher Qualität. Hier stelle ich Ihnen einen Bericht über unsere Bienenzucht aus dem Bienenforum vor.

Imkern auf La Palma
Auf der kanarischen Insel La Palma herrscht ganzjährig ein gemäßigtes Klima. Die Temperaturen sind annährend gleichbleibend über 20 ° C, nur in höheren Lagen kann im Winter durchaus auch Schnee fallen. Aus Sicht der Honigbiene ein ideales Umfeld, denn sie finden auf der Insel ganzjährig blühende Trachtpflanzen, wobei die Mandelblüte zum Jahresbeginn nicht nur für die Einheimischen Palmeros ein besonderes Fest darstellt.

Bienenstöcke findet man vereinzelt sogar einsehbar von Straßen, ansonsten begegnen einem Honigbienen außerhalb der Mandelblüte eher vereinzelt an wild blühenden Pflanzen auf Wanderungen über die grüne Insel der Kanaren.
Wer über die Insel wandert, begegnet vor allem Hummeln und Wildbienen in großer Zahl – sogar in hochalpinen Lagen auf knapp über 2.400 Metern.

Honig, der auf La Palma erzeugt wird, findet man in den Supermärkten unter den Bezeichnungen „Mieles de Milflores Tagoja“ und „Mieles Taburiente®“. Es ist ein dunkler Heidehonig, von Pflanzen, die Baum-groß werden. Gesammelt wird der Honig überwiegend von Carnica-Bienen, mit denen auch die Varroa-Milbe Einzug auf die Insel gefunden hat. Im Jahr 2005 wurde die Varroa wohl auf die Insel eingeschleppt und hat seitdem sowohl bei wild lebenden Bienenvölkern als auch bei den von Imkern betreuten Bienenstöcken große Schäden hinterlassen.

Ursprünglich war auf La Palma nur die „kleine Schwarze“ Biene – Mellifera mellifera – bekannt, mit ihr die Varroa-Milbe unbekannt.
Der deutsche Bio-Imker Stephan Braun hat sich auf die ursprüngliche Honigbiene von La Palma zurückbesonnen. Er verzichtet konsequent auf alle unnatürlichen chemischen Produkte bei der Behandlung und setzt auf die kleine einheimische Biene, die seinen Erfahrungen nach mit der Varroa-Milbe deutlich besser klarkommt. Seine Mittelwände besitzen eine Zellgröße von nur 4,9 mm statt der üblichen 5,4 mm, sodass sich die Varroa-Milbe für ihre Vermehrung konsequent auf die größere Drohnenbrut beschränkt und die Brutzellen der Arbeiterinnern unangetastet lässt.
Er folgt damit konsequent den Erfahrungen, die das Ehepaar Lusby in den USA in den letzten Jahrzehnten gemacht hat.

Honig mit großem Preisgefälle
Der Honig in den Supermärkten ist bereits ab 2,45 Euro im 250-Gramm-Glas erhältich und damit sehr günstig; auf dem Markt in Los Llanos kostet ein 500-Gramm-Glas Honig eines kleinen Anbieters 3,90 Euro. Für den Supermarkt-Honig sinkt der Preis auf dem Markt in Mazo auf 2,20 Euro – im Kiloglas günstige 6,00 Euro.
Sehr viel mehr erzielt dagegen der Bio-Honig vom einzigen Erzeuger der Insel: 250 Gramm kosten 5,00 Euro, 1 Kilogramm kostet 15,00 Euro. - weiterlesen im Bienenforum

Dienstag, 18. Oktober 2011

Gibt es Pilze auf La Palma?

Eine mir oft gestellte Frage. Ja - natürlich und sehr viele. Sogar eine der bekanntesten deutschen Mykologen, so nennt man Pilzforscher, lebt auf La Palma. Ganz oben in San Isidro, diekt am Waldrand lebt Frau Marie Dähncke.

«Nicht drauftreten - und nichts abpflücken!» Rose Marie Dähncke passt genau auf, dass Besucher nicht die Pfifferlinge auf ihrem Grundstück ernten. Auch der große essbare Klapperschwamm an der prächtigen Esskastanie und der giftige Pantherpilz bleiben stehen. Die freundlich-resolute Dame ist 85 Jahre alt - und Königin des Pilz-Eldorados von La Palma.
Die grünste der Kanarischen Inseln ist als Reiseziel für Wanderer bekannt. Aber sie ist auch ein Geheimtipp für Pilzsammler. Wenn die Saison in den deutschen Wäldern vorbei ist, kann man hier noch lange Pfifferlinge, Semmelstoppelpilze, Reizker und Steinpilze sammeln. Fachmykologen fliegen herbei, um Seltenheiten zu entdecken, die es in Deutschland nicht gibt. Und bevor die Pilze abends im Ferienappartement gebrutzelt werden, kann man noch baden und am schwarzsandigen Strand sitzen.
«Hauptsaison für Pilze ist Ende November bis Januar», sagt Frau Dähncke. Die Pilzexpertin und Fotografin war früher Leiterin der Schwarzwälder Pilzlehrschau in Hornberg. Ein Wälzer mit 1200 Pilzen in Farbfotos ist ihr bekanntestes Buch. Seit 1979 lebt sie auf La Palma, in einer Finca mit Orchideenhaus bei San Isidro, weit weg vom Lärm der Hauptstadt, in einem Park mit Lorbeerbäumen, Baumheide und Kastanien.
In mehr als 30 Jahren dokumentierte Dähncke mehr als 1000 Pilzarten auf der Insel. Viele finden sich mit Fotos, Fundgebieten und Kochrezepten auf einer CD in deutscher Sprache. 15 Arten wurden als neu für die Wissenschaft beschrieben. Selbst auf alten Bananenstauden fand Dähncke seltene Pilzarten... weiterlesen in Gourmentwelten

Samstag, 15. Oktober 2011

Freitag, 7. Oktober 2011

Der neue Stadtstrand - Parkplatznot

Lange geplant und mehrfach den Baubeginn verschoben. Erst fehlten die Ideen, dann die politischen Mehrheiten und dann das Geld. Jetzt scheint alles beieinander zu sein. Seit letzten Montag werden die Baustellen Installationen eingerichtet. Der komplette alte Maritima Meeresparkplatz ist nun nicht mehr nutzbar, da gesperrt. Hoffentlich klaffen nach Baubeginn nicht auch solche Abgründe auf, wie im vorgezeigten Modell.

Modell im Rathaus von SC/Palma
Für dieses Prestigeprojekt "Stadtstrand" vor der Haustür, sollte erst weißer Sand aus Fuerteventura oder der Sahara heran geschafft werden. Schließlich einigte man sich auf den guten alten schwarzen und einheimischen Sand von der Westseite unsere Insel. Ein Stadtstrand, den zumindest heute bei allerorts leeren Kassen, niemand so recht braucht. Gibt es doch gegenüber dem Hafen, bereits seit vielen Jahren eine schöne Playa. Das Problem ist nur, daß diese auf dem Gemeindegebiet von Brena Alta liegt und Santa Cruz hier kein Mitspracherecht hat. Stolz, Eitelkeit und Arroganz - wir sind die historische Hauptstadt von La Palma, aber ohne eigenen Strand. Das werden wir ändern.

Das Geld wäre sicher besser in anderen wichtigeren Projekten angelegt gewesen, statt es in einem Meeresstrand zu versenken. Wer weis heute schon, welche Visionen und unseren Gehirnen heute noch verschlossenen Zukunftsfiktionen unsere Ratsherren zu diesem Schritt veranlasst haben. Wir werden es sehen und den Machern ganz genau auf die Finger schauen.

Einsam und verlassen - unser alter Parkplatz gestern um 11.oo
Wo den nun die Fahrzeuge parken sollen,  immerhin fasste der alte Parkplatz fast 700 Vehiculos, war den Planern egal oder es wurde schlicht übersehen. Kein allzu gutes Zeichen für die kommende, weitaus schwierigere Planungsphase. Geht ja gut an, wird sich so mancher denken. Meine Beobachtungen in der ersten Woche zeigen, daß deutlich weniger Menschen die Hauptstadt besuchen. Die Besucher die es trotzdem wagen, stellen ihre Coche bereits weit außerhalb der Stadt ab oder benützen den öffentlichen Bus. Der einfache Fahrpreis von 2.- Euro oder die Fernstrecke von z.B. Santo Domingo de Garafia für 4.- Euro, sind gut angelegt. Wie man allerdings mit Kinderwagen, vier Kindern, Hund und 10 Einkaufstüten wieder zurück kommt, ist eine andere Sache und bestimmt ein nachhaltiges Hauptstadt Erlebnis.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Dienstag - AIDA Tag auf La Palma

Jeden Dienstag besucht uns nun im Hafen von Santa Cruz de La Palma die AIDAsol. Der Himmel war leider am letzten Dienstag bewölkt, hatten wir doch hier in den frühen Morgenstunden eines unserer seltenen Gewitter.
Eine kleine Impression dieses Tages habe ich eingestellt. Bild einfach anklicken.


AIDAsol auf La Palma

Dienstag, 4. Oktober 2011

Vulkan El Hierro - in aller Munde

Wohl noch nie, wurde in der Presse und im Fernsehen, soviel über unsere kleine Nachbarinsel El Hierro geschrieben und berichtet. Auch die deutschen Medien überschlagen sich mit Meldungen:

"Fast 9000 Erdbeben auf El Hierro" - "Alarmstufe Gelb" -  "Verteidigungsministerin: Alle vorbeugenden Maßnahmen für El Hierro getroffen" - "Panik und Evakuierung"

Das sind die Schlagzeilen, die den Leser und Hörer anlocken sollen. Vieles ist übertrieben, unvollständig oder aus Unwissenheit vergessen worden.

Soviel Ruhm und Aufmerksamkeit hat man in den vergangenen Jahrhunderten dem kleinen Inselchen noch nie zukommen lassen.
- Ein zweifelhafter Ruhm ? -

Wer besucht schon eine Insel auf der ein Vulkanausbruch ansteht. Wahrscheinlich nur Vulkanologen und Abenteurer,  - aber der normale Urlauber? Jetzt sicher nicht.

Sehen wir es einmal positiv: El Hierro wird bekannt. Viele erfahren erst jetzt, daß es überhaupt noch eine Insel El Hierro auf den Kanaren gibt. Wenn nun verstanden wird, die Schönheiten und die Ruhe die diese Insel ausstrahlt hinüber zu bringen, dann stehen dem Tourismus nach dem Abklingen oder dem Ausbruch des Vulkans, goldene Zeiten bevor - und das meine ich ernst.

Eine von mir gestartete Umfrage - Wer würde jetzt Urlaub auf El Hierro machen wollen? - läuft noch bis kommenden Sonntag.
Wie sich bereits jetzt abzeichnet, mit einem überraschenden Ergebnis. Wer mit abstimmen möchte, geht auf  Elhierro1.blogspot.com

Hier ein Auszug von heute:

El Hierro: Ruhestörung bei Nacht



... oder wenn der Vulkan anklopft.

Es ist schon irgendwie verhext. Immer zu Nachtzeiten ereignen sich die kräftigsten Erdbeben. Heute morgen um 2.10 Uhr wurden wieder viele Herrenos aus den Betten gerüttelt. Ein Beben der Stärke 3,6 auf der Richterskala, an der Küste im Süden, nahe beim Ort La Restinga ließ die Insel zittern.


La Restinga liegt am Südzipfel von El Hierro. Die roten Punkte kennzeichnen die letzten Erdstöße. Hier fand auch (siehe <<<) der starke nächtliche Erdstoß statt.
Auf der Grafik ist schön zu sehen, wie sich die Beben von Nordwesten über den Golfo Halbkrater, nun nach Süden verlagert haben. Das hat aber nicht auch zu bedeuten, daß sich dort das evtl. Event ereignet und die Fortsetzung hier.





Sonntag, 2. Oktober 2011

Wandern auf La Palma

Auch Kurzwanderungen auf La Palma haben so seine Reize.
Wie hier der Wandervorschlag für eine Tour auf der Ostseite.

Schöner Berglauf, der aus dem Tal zwischen San Pedro und Los Cancajos über zum Teil bissige Steigungen bis an den Fuß des Montana de la Brena hinaufführt. Von dort aus geht es mit gemächlichem Gefälle und bei traumhafter Aussicht auf das Meer in großem Bogen zurück. 100% Asphalt, zumeist wenig befahrene Nebenstraßen, aber Achtung: Gerade am Beginn und am Ende sind ein paar ziemlich unübersichtliche Landstraßen-Kurven ohne Bürgersteige und nennenswerte Seitenstreifen zu bewältigen, wo es ganz schön eng werden kann, wenn Autos durchrasen. Wir sind hier mehrfach auf die "falsche" Straßenseite gewechselt, um besser sichtbar zu sein. Nichts für laute Rhythmen aus dem Kopfhörer also, aber eine klasse Strecke für jeden, der sich hier vor dem Frühstück schon einmal austoben möchte.


Eine Strecke die auch gut von Los Cancajos aus gelaufen werden kann. Zu folgen ist ab Cancajos der Wanderweg- Beschilderung nach El Pilar (Cumbre) bis zum Hotel Parador (ca. 30 min). Von hier weiter Richtung San Jose und dann der Skizze folgend. Dieser und andere Touren- Vorschläge mit Karte und weiteren Details auf gps-tour.info