Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

Sonntag, 26. Februar 2012

MTB Ultrabike-Wettbewerb auf La Palma

Am 7.April 2012 findet auf La Palma der MTB Ultrabike Canarias statt.
Über 110 km geht es von El Paso auf der Westseite über Fuencaliente am Südzipfel bis nach Los Cancajos in Brena Baja auf der Ostseite. Alle Informationen und die Teilnahmebedingen finden Sie hier.

Sonntag, 19. Februar 2012

Dia de los Indianos

Die Rückkehr der Emigranten, so ist der "Dia de los Indianos" zu übersetzen, ist ein einmaliges Erlebnis in Santa Cruz de La Palma. Nur hier wird dieses Fest mit viel Polvo (Babypuder) gefeiert. Über 8 t von diesem aus Festlandspanien heran geschafften Polvo werden schätzungsweise verstreut. Hier einige Fotos vom Höhepunkt dieser wunderschönen Schweinerei.
Auch wir als Emigranten
und der Tag danach
oder den "Dia de los Indianos" als Hochzeitstorte in Szene gesetzt

Sonntag, 12. Februar 2012

Carneval auf La Palma

Was haben Carneval und La Palma gemeinsam ?
Auf ersten Blick nicht viel. Carneval wird zwar auch hier gefeiert, aber in der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma geht am deutschen Rosenmontag der "Dia de Los Indianos" über die Bühne. Ein einmaliger Tag der nur weltweit hier auf La Palma zelebriert wird.

Feine Herrschaften rauchen Havannas, falsche Dienstmädchen schwingen die Hüften: Am Tag der Indianos spielt die Kanareninsel La Palma Karibik.


Einen gut gemachten Artikel zum Thema hat Zeit-Online verfasst, den ich Ihnen auszugsweise nicht vorenthalten möchte:

Es war ruhig geworden auf der grünen Insel, es kamen keine großen Schiffe mehr, um Fässer mit Trinkwasser zu füllen, bevor sie über den Atlantik in die Neue Welt segelten. Man lud keinen Wein mehr, um ganz Europa damit zu versorgen, auch das Geschäft mit dem Zuckerrohr, den Bananen und dem karminroten Farbstoff der Koschenille-Laus lief schlecht. 10.000 Menschen, ein Drittel der Bewohner La Palmas, waren über Generationen nach Kuba, Venezuela und Brasilien ausgewandert. Nun schrieb man das Jahr 1970. Und Victor Díaz Molina, der zu Hause geblieben war, langweilte sich. Er traf sich mit seinen Freunden am Hafen von Santa Cruz, und weil Karneval war, kamen Yolanda Cabrera und ihr Bruder auf die Idee, sich zu verkleiden. Mit einem hölzernen Reisekoffer liefen sie durch die Straßen, so wie einst die Indianos: jene Auswanderer, die in Südamerika tatsächlich ihr Glück gemacht hatten und nach Jahrzehnten in edlen weißen Klamotten, mit Koffern voller Geld und dunkelhäutigen Hausmädchen nach La Palma zurückgekehrt waren.


Außerdem beschlossen Victor und seine Freunde, jeden, dem sie begegneten, mit Talkpuder zu bewerfen. Das war schon einmal Sitte gewesen auf der Insel, bis die Kirche dem heidnischen Pulverfest ein Ende setzte. »Wir waren vielleicht zehn, hatten fünf Dosen mit Talk dabei und liefen vom Hafen zur Plaza de España. Es war sehr lustig.« Deshalb verkleideten Victor und seine Freunde sich auch im nächsten Jahr wieder und im übernächsten. Einmal fummelten sie sich in die ausgedienten Uniformen der Iberia-Airlines und zogen zur Startbahn, die man zwischen den Friedhof und eine tiefe Schlucht an den steilen Hang gequetscht hatte. Der Kapitän der Maschine zögerte nicht, die verführerischen Stewardessen an Bord zu lassen, und wenig später balancierte Victor ein Tablett mit Whisky und Wein durch die Reihen der Passagiere.
»Wir hatten nicht viel, Anfang der Siebziger, aber wir hatten Spaß«, sagt Victor Díaz Molina, der im Garten vor seinem kleinen Haus sitzt und zu dem großen, hölzernen Vogelkäfig schaut, in dem vor Kurzem noch Kanarienvögel zwitscherten. Eines Nachts schlich ein Raubtier herbei und nahm sie mit. Auch mit der Musik des Karnevals war es irgendwann vorbei; denn Franco behagte das bunte Treiben nicht. Victor und seine Freunde feierten heimlich weiter, in Kneipen und in entlegenen Gassen, und wenn die Polizei auftauchte, verschwanden alle spurlos in irgendwelchen Hauseingängen. Damals wurde es noch ein bisschen stiller auf der Insel La Palma.

Heute ist es wieder laut. Es sind auch keine zehn Palmeros mehr, die zum Karneval durch die Straßen ziehen, es sind Tausende. Im Kraterrund des alten, zur Hälfte ins Meer gestürzten Vulkans mit dem Hafen von Santa Cruz drehen sich Karussells und ein neongrün beleuchtetes Riesenrad, auf der pinkfarbenen Achterbahn kreischen Kinder vor Vergnügen, vor den Schießständen stehen Frauen, die keine Frauen sind. Eingehakt wie alte Freundinnen, ziehen die Freizeittransvestiten paarweise durch die Straßen, auffällig gekleidete Gestalten mit zu kräftigen Schenkeln und zu kurzen Kleidern. Auch die 20 Trommler aus Dresden sind in diesem Jahr wieder dabei, umringt von einer tanzenden Menge. Sie sind die einzigen deutschen Karnevalisten auf La Palma. »Wir wollen Party«, sagt Krischan, der Vortrommler, und um diese Zeit ist Santa Cruz eine einzige Party. Während in Köln die Rosenmontagszüge mit drögem Rumtärätätää durch die Straßen ziehen, tanzt man hier zu kubanischen Rhythmen. Alles ist südamerikanisch, nur der Federschmuck fehlt – und weniger bunt ist es als in Rio. Vor allem am »Tag der Indianos«, dem alle Palmeros entgegenfiebern, trägt man ausschließlich Weiß – jenes strahlende Weiß, in das sich die erfolgreichen Heimkehrer kleideten, wenn ihre Schiffe nach Jahren endlich wieder im Hafen von Santa Cruz einliefen. - weiterlesen.




Donnerstag, 9. Februar 2012

Für das Riesenteleskop "Grantecan" fehlen 9 Millionen Euro

Wie Comprendes Gran Canaria berichtet, werden nach Angaben des Institutes für Astrophysik für den Erhalt des Riesenteleskops GTC, welches sich am „Roque de los Muchachos“ befindet, etwas 9 Millionen Euro zusätzlich benötigt. Sollte diese Summe nicht aufgetrieben werden, so kann die Anlage nicht ordnungsgemäß betrieben werden.



Der Direktor des Institutes für Astrophysik, Francisco Sánchez, gab am vergangenen Montag während des Forums „Espaňa Innova“ in Madrid bekannt, dass die Kürzungen der staatlichen Zuwendungen das Projekt stark gefährdet. In dem Forum geht es um neue Innovationen im Bereich technischer Forschung und wissenschaftlicher Entwicklungen in Spanien.

Alfredo Àlvarez, verantwortlicher Direktor von Grantecan, gab an, dass die Regierung offensichtlich das Interesse am Projekt verloren hat, sobald dieses im Jahr 2009 in Funktion ging. Seither fehle es ganz massiv an Unterstützung von Seiten der Politiker. Wie es scheint, handelte es sich um ein reines Prestigeprojekt der Regierung, welches ganz schnell in Vergessenheit geraten ist. Es wurde nur leider nicht bedacht, dass nach den Anschaffungskosten in Höhe von 140 Millionen Euro ein alljährlicher Aufwand in Höhe von 11 bis 14 Millionen Euro nötig ist, um das Teleskop zu unterhalten und seine Funktion zu gewährleisten. - weiterlesen.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Sturmflut spült Stadtstrand weg

Im Oktober 2011 wurde nach langer Planungszeit mit dem Bau der neuen Playa am Küstenabschnitt von Santa Cruz de La Palma begonnen. 700 Parkplätze sind, ohne ausreichenden Ersatzparkraum zu schaffen, einfach wegen der Bauarbeiten weggefallen. Ein Millionenprojekt über deren Sinn oder Unsinn heftig gestritten wird.
Nun hat die Sturmflut der vergangenen Tage innerhalb weniger Stunden den bereits teilweise erstellten Damm weggerissen und ein Schlachtfeld hinterlassen.


,Ratlose Gesichter bei den erstaunten Bau- arbeitern und erst recht im Rathaus. Kam dieses Unwetter doch für die Verantwortlichen so überraschend. Wieviel Naivität und Blindheit muß in deren Gehir- nen Einzug gehalten haben. Jedes Kind, jeder Stadtbewohner und jeder Kenner von Santa Cruz weiß, daß alle Jahre wieder in den Wintermonaten eine Sturmflut zu erwarten ist, die schon oft Mauern oder Autos ins Meer gerissen hat. Warum beginnt man solch eine Baumaßnahme im Spätherbst und nicht erst im Frühjahr? - Logisches Denken und Vernunft Fehlanzeige!

Jetzt erst erwägt man die Bauarbeiten bis zum Frühjahr ruhen zu lassen und ruhigere Zeiten abzuwarten. Das hätte man auch einfacher und billiger haben können. Anscheinend ist aber noch genügend Kapital in der Stadtkasse vorhanden. 

Samstag, 4. Februar 2012

Ausgleichszahlung auch bei Flugverspätung

Flugverspätung um 23 Stunden: Airline muss auch bei technischem Defekt Ausgleich zahlen

Technische Probleme sind kein außergewöhnlicher Umstand

Wie bei Kostenlose Urteile.de veröffentlicht hat das Landgericht Darmstadt, Urteil vom 16.06.2010 - 7 S 200/08 - entschieden.
  
Bei einer Flugverspätung, die drei Stunden und mehr von der geplanten Ankunftszeit beträgt, kann der Fluggast Ansprüche auf Ausgleichszahlungen geltend machen. Dies gilt nicht, wenn die Umstände der Verspätung vom Flugunternehmen "nicht beherrschbar" sind. Technische Defekte gehören jedoch in der Regel nicht dazu. Dies urteilte das Landgericht Darmstadt.
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Die Klägerin des vorliegenden Falls forderte von einer Fluggesellschaft Ausgleichszahlungen für vier Personen in Höhe von jeweils 600 Euro. Grund war die Verspätung eines Flugzeugs, das die Passagiere von La Palma in Spanien nach Düsseldorf bringen sollte. Dabei betrug die Verspätung 23 Stunden, so dass der Flug erst am Folgetag stattfinden konnte. Aus dem Umstand der Verspätung leitete die Klägerin einen Anspruch auf Ausgleichszahlung (nach Art. 7 Abs. 1 c der EG-Verordnung Nr. 261/2004) ab.

Fluggesellschaft: Ausgleichsanspruch nur bei Annullierung, nicht bei Verspätung
Die Fluggesellschaft beantragte Klageabweisung mit der Begründung, dass ein Anspruch nur bestehe, wenn es sich um eine Annullierung des Flugs handele. Im vorliegenden Fall wäre jedoch lediglich eine Verspätung eingetreten.

Entscheidung: Ausgleichsanspruch besteht bei Verspätung ab drei Stunden
Das Landgericht Darmstadt bestätigt einen Anspruch der Klägerin auf Ausgleichszahlung in Höhe von 400 Euro pro Person. Das Gericht begründete sein Urteil mit einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2009: Darin heißt es, dass Fluggäste, die einen Zeitverlust von mehr als drei Stunden abweichend von der geplanten Ankunftszeit erleiden, wie Fluggäste annullierter Flüge behandelt werden und damit einen Anspruch auf Ausgleichszahlung haben - weiterlesen