Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

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Freitag, 20. März 2015

Schnee und Rodel gut

Schnee und Wintereinbruch auf La Palma


Es klingt wie ein schlechter Witz oder ein vorgezogener Aprilscherz – aber mitnichten.
Zum Frühlingsanfang am 20. März 2015 gibt es auf La Palma Schnee.

Nicht im Küstenbereich, aber auf dem Roque de los Muchachos bei -3°C. Links die Webcam mit Blick auf das Magic-Teleskop heute um 13.00 Uhr. Die Zufahrtsstraße musste bereits wegen Schnee- und Eisglätte gesperrt werden.
Am Morgen konnten die Astronomen keine Sonnenfinsternis, wohl aber ... weiterlesen

Samstag, 13. September 2014

Physiker Stephen Hawking auf La Palma


Stephen Hawking mit dem Kreuzfahrtschiff Oceana auf La Palma. 



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Der wohl bekannteste derzeit lebende Physiker und Vordenker Stephen Hawking besuchte gestern La Palma. In Fachkreisen wird aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten der englische Astrophysiker Stephen Hawking (Foto: Starmus) mit Albert Einstein auf eine Stufe gestellt. Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden wurden ihm schon verliehen. Er gilt als Visionär für die Mysterien und ungeklärten Rätsel in den Weiten des Weltraums. Verständlich versucht er die Zusammenhänge und die Entstehung des Universum zu erklären. Er genießt in der Theoretischen Physik unter den Wissenschaftlern höchstes Ansehen.


DSCF4856Mit dem Kreuzfahrtschiff Oceana der Reederei P&O weilte er gestern für einige Stunden auf La Palma. Seit seinem 21. Lebensjahr ist Stephen Hawking an den Rollstuhl gefesselt. Er leidet an amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems und kann sich nur über seinem Sprachcomputer verständigen. Mit seinen Augenbewegungen steuert er das Gerät.
Drei Krankenschwestern betreuten Stephen Hawking während seines Sightseeing Tour durch die historische Altstadt von Santa Cruz de La Palma. Gemischt unter normalen Touristen, bestaunte er unsere irdische Vergangenheit.

Stephen Hawking Gastredner auf dem Starmus-Festival

Es war kein Zufall, dass Stephen Hawking an Bord des Oceana Kreuzfahrtschiff war. Er ist Gastredner des STARMUS – Festival vom 22. – 27. September 2014.
Zahlreiche Wissenschaftler, Nobelpreisträger, Kosmonauten und Astronauten werden anwesend sein. Aufgrund seiner Erkrankung kann Stephen Hawking kein Flugzeug benutzen. Für 4 Wochen weilt der berühmte Physiker nun auf der Insel Teneriffa.
Auf dem Starmus – Festival wird Astrophysik mit Kultur verknüpft. Es findet auf Teneriffa und La Palma statt. Wissenschaftliche Fachvorträge, Erlebnisberichte wie 2011 von Neil Armstrong (erster Mondbesucher) und Musik stehen auf dem Programm. Auch die Titelmusik wurde von keinem geringeren als Brian May – Ex Gitarrist der Popgruppe Queen – komponiert. Brian May ist selbst Astrophysiker der Liverpool John Moores University und hat auf dem Observatorium Roque de Los Muchachos auf La Palma während seines Studium gearbeitet.
Ein interessantes Programm und die Elite der Wissenschaft versammelt auf den Kanaren. Näheres zum Starmus-Programm hier.

Samstag, 28. September 2013

Raumstation ISS wird sichtbar

NEWS:
20.12 Uhr - kleine Korrektur: Der Wettergott hat heute Nachmittag doch noch 1,4 Liter/m² Niederschlag geschickt. Nicht viel, aber doch etwas um den Boden oberflächig nass zumachen.



Die Internationale Raumstation ISS (International Space Station - Foto NASA) wird am Mittwoch, den 2.10. 2013 als heller Stern die Kanaren überfliegen. Sie ist derzeit das größte künstliche Objekt im Erdorbit und fliegt in einer durchschnittlichen Höhe von 400 Kilometer. Mit seiner Größe von 110 m x 100 m x 30 m  kann sie am Mittwochmorgen zwischen 7.20 Uhr bis 7.27  Uhr für über 6 Minuten als heller Satellit über La Palma beobachtet werden. Sie kommt aus Nordwesten und verschwindet wieder im Osten. Die besondere Konstellation von späterem Sonnenaufgang (8.04 Uhr), fast Neumond und hoffentlich wolkenlosem Himmel lässt die in 400 km Höhe bereits von der Sonne angestrahlte ISS als hellsten Stern am Nachthimmel erscheinen.

Mit einer scheinbaren Helligkeit von -3,0 mag liegt sie nur knapp unter dem Nachbarplaneten Venus.

Der Polarstern beispielsweise hat 2,0 mag, die Venus kann es bis auf -4,4 mag bringen. Die Minuswerte sind bei der Bestimmung der Leuchtkraft in der Astronomie nicht weniger Licht, sondern hellere Werte.
Der Vollmond schafft's auf -12,7 mag und die Sonne erreicht -26,8mag - nur zum Vergleich.

Die Raumstation überfliegt regelmäßig die Kanarischen Inseln (links Seitenleiste). Nur meist zu Zeiten und Bedingungen die ein Beobachten schwer möglich machen. Jetzt haben wir einmal die Chance zu einer christlichen Uhrzeit den jedem bekannten Erdtrabanten Live zu beobachten (hier Danke an Klaus Heil aus El Paso).
Also raus auf die Terrasse und einen Blick nach Norden werfen ... bei hoffentlich wolkenlosem Himmel.

Wolken und Regen... da sind wir schon beim nächsten Thema.
Ich bin schon etwas sauer auf die Meteorologen der staatlichen spanischen AEmet (Agencia Estatal de Meteorologia).
100 % Regenwahrscheinlichkeit für Donnerstag, Freitag und heute (ich hatte darüber geschrieben). Dies war eine 100 %ige Fehlprognose, zumindest bei mir auf der Ostseite. Kein Tropfen - nicht einmal ein Tröpfchen Regen ist gefallen. Stattdessen strahlend blauer Himmel und kaum Wolken. Etwas treffender hätte ich mir die Prognose schon gewünscht (im Süden und Westen sollen wohl ein paar Tröpfchen gefallen sein).

Schnell noch die Regenrinne gerichtet, alles rein was nicht Regenfest ist und natürlich den Garten nicht gegossen - wozu auch!

Den Wettervorhersagen der AEmet werde ich in Zukunft nicht mehr trauen.
Andere Wetterdienste haben das viel besser und genauer vorhergesagt.

Wie die private ElTiempo - hier der Blick auf die kommenden Tage:


und zum Vergleichen die Prognose der AEmet:

Auf meiner Webseite La Palma1.info habe ich übrigens mehrere Wetterdienste und das aktuelle Satellitenbild verlinkt.
Sicher ist sicher und eine größere Auswahl erhöht auch die Trefferwahrscheinlichkeit. Jeder kann sich dann seine eigene Wetterprognose zusammen pfriemeln.

Samstag, 3. September 2011

Die Arbeit eines Astronomen auf La Palma

Seit 1982 haben wir auf La Palma das Observatorio Astrofisico auf unserem höchsten Berg, dem Roque de los Muchachos. 19 Nationen sind mit ihren Teleskopen vertreten. Seit zwei Jahren ist auch das weltgrößte Teleskop "Grantecan" in Betrieb. Inzwischen zählt La Palma, nach den Anden in Chile, zu einem der bedeutensten Forschungs- und Beobachtungsplätzen auf diesem Globus.
Kaum einer weiß, was die Wissenschaftler und Astronomen dort oben eigentlich genau machen und wie der Tagesablauf eines Astronomen so aussieht.


Paul Beck am Observatorium Roque de los Muchachos. Im Hintergrund das Gebäude des Mercator Teleskops, in dem er auch dieses Mal für zwei Wochen arbeiten wird. Sein Fototagebuch finden Finden Sie hier.




Freitag, 19. August 2011

La Palma führend in der Sonnenforschung

Nach einem Bericht der Süddeutsche.de, haben Physiker der Stanford University einen Trick gefunden, um die Entstehung von Sonnenflecken vorherzusagen. Darum bemühen sich Forscher seit langem, weil die dunklen Bereiche auf der Sonnenoberfläche mit gewaltigen Magnetfeldstörungen einhergehen. Detaillierte Bilder, etwa des Ein-Meter-Teleskops auf La Palma, zeigen, wie die Felder die ganze Umgebung umkrempeln. Die kalifornischen Wissenschaftler um Stathis Ilonidis haben aber nicht das Magnetfeld selbst vermessen, sondern sozusagen in die Sonne hineingehorcht (Science, Bd.333, S.993, 2011). Der Satellit Soho kann akustische Messungen vornehmen, also die mechanischen Wellen verfolgen, die von lokalen Erschütterungen ausgehen und in verschiedenen Tiefen durch den glühenden Gasball laufen. Wenn sich die Ankunft der Wellen in einer Tiefe von 65000Kilometern um eine Viertelstunde verzögerte, entstand zwei Tage später an der Stelle ein Sonnenfleck. cris

Montag, 15. August 2011

Neue Teleskope für die Suche nach außerirdischem Leben auf La Palma


Seit knapp zwei Jahren ist das weltgrößte Teleskop "Grantecan" auf dem Roque de los Muchachos, hier auf La Palma in Betrieb. Nun möchte man mit einem neu entwickelten Harps II Spektrokrafen, der am benachbarten italienischen Teleskop Galileo montiert wird, auf die Suche nach außerirdischem Leben gehen.
Um eine hohe Anzahl massearmer Planeten aufzuspüren, die einen Radius in der Größenordnung der Erde aufweisen, ist "Kepler" ein absolut fantastisches Instrument, so berichtet die Welt.de. Dennoch kann "Kepler" die Masse solcher Objekte allein nicht genau bestimmen, weshalb die "Kepler"-Wissenschaftler ihre Messungen von anderen Instrumenten bestätigen lassen. Bei alledem sind wir selbst längst ein Teil der "Kepler"-Suchaktion, weil wir an einer leicht modifizierten Kopie von Harps arbeiten.

Einmal fertiggestellt, wird der an dem italienischen Galileo-Teleskop auf La Palma befestigte Harps-II-Spektrograf den nördlichen Himmel abtasten. Mit Harps I konnten wir bislang nie die von "Kepler" entdeckten Exoplaneten nachverfolgen und deren Masse bestimmen, weil es von La Silla in Chile aus operiert. Während "Kepler" den Nordhimmel studiert, analysiert Harps die südliche Hemisphäre. Mit der leicht verbesserten Kopie von Harps werden wir dagegen in der Lage sein, auch auf der Nordhalbkugel die notwendigen Folge-Beobachtungen bei den von "Kepler" entdeckten Planeten durchzuführen. Wer den gesamten Bericht lesen möchte hier.