Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

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Freitag, 31. Oktober 2014

Sandstrand von Santa Cruz de La Palma

Die neue Hauptstadt Playa wächst.


Mit großen Schritten weitet sich der neue Sandstrand von Santa Cruz de La Palma.
Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass verlorene Zeit nun über Nacht wieder wettgemacht werden soll. Liefen in den vergangenen Jahren die Bauarbeiten mehr im trägen und geruhsamen La Palma Tempo ab, wird nun Tag und Nacht sehr effektiv geschuftet. Selbst am Wochenende kennen die holländischen “Sandsauger” keine Pause. Fast täglich sind die Baufortschritte am Sandstrand von Santa Cruz de La Palma mit dem bloßen Auge feststellbar. Der benötigte Sand wird an unterschiedlichsten Stellen auf der Ostseite aus ... Weiterlesen

Sonntag, 12. Oktober 2014

Santa Cruz de La Palma erlebt ein Spektakel

Fontänen vor Santa Cruz de La Palma


Heftig zur Sache, ging es heute vor der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma. Keine Vulkan- Eruption und auch keine sprudelnde Ölquelle. Beides können wir nicht vor unserer Insel gebrauchen. Es ist vielmehr gewollt und längst überfällig. Seit einigen Tagen wird im Turbo-Tempo über eine Druckleitung der noch fehlende Sand für unseren neuen Stadtstrand vor Santa Cruz de La Palma ausgepustet. Rund 700.000 Tonnen sollen in den nächsten Wochen, das noch leere Playa-Becken füllen.


Eine Spezial Firma aus Holland, die bereits bei großen Projekten im arabischen Raum erfolgreich im Einsatz war, hat den Zuschlag bekommen. Mit der Volvox Atlanta (Bild links) wird zunächst ca. 5 km nördlich von Santa Cruz de La Palma auf dem offenen Meer der schwarze Sand vom Meeresgrund aufgesaugt. Im Verband von insgesamt drei Schiffen - - weiterlesen

Montag, 31. März 2014

Alborán - die neue ARMAS Schnellfähre

NEWS:

Gestern hat erstmals die neue Fähre Alborán von Naviera Armas im Hafen von Santa Cruz de La Palma angelegt. Es ist die neue Katamaran Schnellfähre die die traditionelle Volcan de Taburiente ablöst. Sie wird La Palma mit La Gomera und Teneriffa ab 1. April 2014 verbinden. Mit einem Fassungsvermögen von 900 Passagieren und 300 Fahrzeugen ist sie etwas kleiner als der Vorgänger und wurde dem schrumpfenden Passagier- Aufkommen angepasst. Die Alborán wurde von Caflaja S.L. - einer Tochterfirma von Naviera Armas - gechartert. Besitzer ist die staatliche Reederei Trasmediterránea. Bisher war sie meist im Mittelmeer um die Balearen im Einsatz.

Etwas gewöhnungsbedürftig und futuristisch wirkt der neue Katamaran schon. Im Hintergrund die auslaufende Konkurrenzfähre, der Trimaran (drei Rümpfe)  Benchijigua von Fred Olsen S.A. Auch Armas will mit der Zeit gehen und die Verbindungszeit zu den Nachbarinseln verkürzen.
Die neue Alborán wurde nach einer kleinen Vulkaninsel im Mittelmeer, der Isla de Alborán, zwischen andalusischer Küste und Nordafrika, benannt. Ein Felsen mit gerade 7,12 Hektar Fläche und 15 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Aber mit einer kleinen Garnison der spanischen Marine, einem Hubschrauberlandeplatz, ein Fußballplatz und ein Friedhof mit drei Gräbern.

Wenn wir schon im Hafen sind, auch ein Blick auf die Nachbarbaustelle der neuen Playa - dem Stadtstrand von Santa Cruz (unten). Die Form der Wellenbrecher zeigt die etwaige Größe des neuen Traumstrandes. Mit einer Länge von 700 Meter soll unsere neue Playa alle anderen "Buchten" der Insel in den Schatten stellen.

Noch werden bis zu 22 Tonnen schwere Betonklötze verbaut. Auf der Maritima wird gewühlt und die rund einen Meter im Durchmesser dicken Abwasserrohre Richtung Kläranlage (liegt nördlich) im Boden versenkt.
Was dann noch fehlt ist der Sand. Darüber hatte ich schon berichtet.
Ob der Traumstrand auch ein Traumstrand wird, werden wir noch sehen. Schon bei einer leichten Dünung aus Nordosten, wie auf dem Foto erkennbar, schlagen kräftige Wellen bis an die Küstenlinie.
Nachdem die erforderlichen großen Mengen an Sand nicht festgeklebt oder einbetoniert werden können bleibt nur die Hoffnung, dass die Winterunwetter den Sand nicht Richtung naher Hafeneinfahrt wegspülen. Dann hätten wir nämlich ein neues Probleme.

Dienstag, 4. September 2012

Stadtstrand - Windmühlen - Islas Airways

NEWS: Drei Dinge die den Palmero interessieren und die der Resident wissen sollte.

Der Stadtstrand von Santa Cruz de La Palma macht Fortschritte.


Unser neuer Stadtstrand, die "Playa mas Gigante" zeichnet sich nun auch optisch ab. Ein Blick vom Mirador de La Conception lässt die Größe und das Ausmaß langsam erkennen. Die 30 Millionen Euro Baukosten werden sichtbar. Viel Beton in Klötze bis zu 22 Tonnen Gewicht gegossen, werden Block an Block im Meer versenkt. Seit Oktober 2011 wird an diesem Bauwerk gewerkelt.
 
Rückschläge im vergangenen Winter nach einer kleinen Sturmflut bei der Teile dieser Zange über Nacht weg gespült wurden, zeigen natürlich auch die Problematik. Der Mensch kann viel, aber er sollte sich nicht unbedingt mit der Natur oder hier dem Meer anlegen und mit Gewalt an einer besonders tückischen Stelle dem Atlantik Land abgewinnen wollen. Wir werden bald sehen wer mehr Kraft hat und ob die Rechenkünste unserer Konstrukteure aufgehen.
 
Die neue Playa ist ein Geschenk aus Madrid. Richtig genommen das Einlösen eines Versprechen an die Hauptstadt. Als Ersatz für stadteigenes Gelände zum Hafenausbau, das Santa Cruz in früheren Jahren zur Verfügung gestellt hatte.
 
Ist dieser Strand notwendig?
Nein - zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt wo Spanien KO in den Ringen hängt und krampfhaft nach jedem Cent sucht. Es ist fast schon Vorsatz solch ein Luxusprojekt kurz vor dem drohenden Staatsbankrott nicht zu stoppen. Jetzt dürfte es aber zu spät sein - wir wollen auch nicht mit einer ewigen Baustelle leben.
Es bleibt nun erst einmal abzuwarten ob das Geld bis zur endgültigen Fertigstellung ausreicht und was das Meer im nächsten Winter dazu sagen wird.
 

Windkraft statt Schweröl


Leider viel zu spät und zu zaghaft werden die Subventions-Millionen in Regenerative Energieprojekte gesteckt. Windräder gibt es bereits und nun kommen noch einige Windmühlen dazu. Gestern konnte ich zufällig beobachten wie aus einem holländischen Frachtschiff neue Energieerzeuger (ich denke aus deutscher Produktion) im Hafen von Santa Cruz gelöscht wurden. Wo sie ihren endgültigen Platz finden werden war nicht zu erfahren. Es sind aber baugleiche Teile wie ich sie von El Hierro kenne.

Was machen unsere Inselflieger ?

Hier hört man nichts Gutes!

Islas Airways kann die Löhne nicht bezahlen. Die Airline gibt die Schuld der Regierung.

Zur Erinnerung:Wir haben für insulare Flüge zwei Fluggesellschaften - die Binter Canarias (grün) und die Islas Airways (blau).

«Die Angestellten können nicht mehr. Das ist eine unhaltbare Situation», beklagt sich Ángel Pérez Serichol von der Gewerkschaft Servicios a la Ciudadanía de Comisiones Obreras. Das Personal von Islas Airways habe weder für den Juni einen Lohn erhalten, noch für den für Juli oder auch den August, sagte er gegenüber der Zeitung El Dia.

Dass es die Löhne nicht zahlen kann, gibt das Management zu. «Wir haben ein Liquiditätsproblem», erklärte Firmensprecher José Daniel Díaz freimütig in El Dia.

Na toll - und wer ist schuld. Natürlich die Regierung, genau die Kanarische Regierung. Das was der fliegende Resident an 50% Ermäßigung einspart, wird nämlich als Subvention der Airline erstattet. So zumindest theoretisch.
Aber die Regierung ist pleite und kann nicht zahlen. Islas Airways fehlt quasi 50 Prozent des Umsatzes. Seit 8 Monaten wartet man bereits auf den Zuschuss. Inzwischen sind über 10 Millionen Euro aufgelaufen. (aerotelegraph)

Das sind die ersten oder auch die zweiten Auswirkungen der "Crisis" - und das Ende ist noch nicht abzusehen. Es kann also noch "Lustig" werden - und dann baut man einen nicht notwendigen und noch weniger gewünschten Stadtstrand.
Darüber sollte man sich mal seine Gedanken machen !!!

Freitag, 7. Oktober 2011

Der neue Stadtstrand - Parkplatznot

Lange geplant und mehrfach den Baubeginn verschoben. Erst fehlten die Ideen, dann die politischen Mehrheiten und dann das Geld. Jetzt scheint alles beieinander zu sein. Seit letzten Montag werden die Baustellen Installationen eingerichtet. Der komplette alte Maritima Meeresparkplatz ist nun nicht mehr nutzbar, da gesperrt. Hoffentlich klaffen nach Baubeginn nicht auch solche Abgründe auf, wie im vorgezeigten Modell.

Modell im Rathaus von SC/Palma
Für dieses Prestigeprojekt "Stadtstrand" vor der Haustür, sollte erst weißer Sand aus Fuerteventura oder der Sahara heran geschafft werden. Schließlich einigte man sich auf den guten alten schwarzen und einheimischen Sand von der Westseite unsere Insel. Ein Stadtstrand, den zumindest heute bei allerorts leeren Kassen, niemand so recht braucht. Gibt es doch gegenüber dem Hafen, bereits seit vielen Jahren eine schöne Playa. Das Problem ist nur, daß diese auf dem Gemeindegebiet von Brena Alta liegt und Santa Cruz hier kein Mitspracherecht hat. Stolz, Eitelkeit und Arroganz - wir sind die historische Hauptstadt von La Palma, aber ohne eigenen Strand. Das werden wir ändern.

Das Geld wäre sicher besser in anderen wichtigeren Projekten angelegt gewesen, statt es in einem Meeresstrand zu versenken. Wer weis heute schon, welche Visionen und unseren Gehirnen heute noch verschlossenen Zukunftsfiktionen unsere Ratsherren zu diesem Schritt veranlasst haben. Wir werden es sehen und den Machern ganz genau auf die Finger schauen.

Einsam und verlassen - unser alter Parkplatz gestern um 11.oo
Wo den nun die Fahrzeuge parken sollen,  immerhin fasste der alte Parkplatz fast 700 Vehiculos, war den Planern egal oder es wurde schlicht übersehen. Kein allzu gutes Zeichen für die kommende, weitaus schwierigere Planungsphase. Geht ja gut an, wird sich so mancher denken. Meine Beobachtungen in der ersten Woche zeigen, daß deutlich weniger Menschen die Hauptstadt besuchen. Die Besucher die es trotzdem wagen, stellen ihre Coche bereits weit außerhalb der Stadt ab oder benützen den öffentlichen Bus. Der einfache Fahrpreis von 2.- Euro oder die Fernstrecke von z.B. Santo Domingo de Garafia für 4.- Euro, sind gut angelegt. Wie man allerdings mit Kinderwagen, vier Kindern, Hund und 10 Einkaufstüten wieder zurück kommt, ist eine andere Sache und bestimmt ein nachhaltiges Hauptstadt Erlebnis.