Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

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Mittwoch, 17. Oktober 2012

Islas Airways stellt Flugbetrieb ein

NEWS:

Islas Airways gibt auf. Auf ihrer Internetseite heißt es nur knapp, daß ab dem 16.Oktober 2012 der Linienbetrieb vorübergehend eingestellt wird. Grund sei der hohe Krankenstand des Personals, die Konkurrenz und die ausstehenden Subventionszahlungen der Kanarischen Regierung. Nur noch Charterflüge würden abgewickelt.
Dem widerspricht sofort die kanarische Regierung. Alle Zahlungen seien geleistet worden. Die Zahlungsempfänger seien aber die Gläubiger der Fluggesellschaft, wie Finanzamt und die Banken gewesen. Die Regierung selbst schulde Islas Airways kein Geld mehr.
Was davon den Tatsachen entspricht, kann ich nicht beurteilen. 
 
Wie dem auch sei - jetzt haben wir im regionalen Flugverkehr nur noch Binter. Ob das für den Flugnutzer gut ist, möchte ich bezweifeln. Ein Monopolist kommt leicht in die Versuchung seine Preise nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Günstiger und damit billiger wird es mit Sicherheit in Zukunft nicht werden. Fliegen wird vielleicht - zumindest zwischen den Inseln -  bald wieder zum Luxus gehören.

Samstag, 13. Oktober 2012

Alles Gute kommt von oben


Nicht immer, aber manchmal halt schon - der Regen.


Gestern hat es auf der Ostseite geregnet. In San Pedro zeigte mein Niederschlagsmesser 10,8 Liter/pro m² an. Ein richtiger kleiner Landregen, so wie wir es uns wünschen. Heute und Morgen macht der Regen Pause und am Montag soll es dann weiter gehen.


Die Regenwahrscheinlichkeit steigt nach der AEmet Wettervorhersage auf 35% und weitere Regentage können nächste Woche nach der Tabelle gleich mit eingeplant werden.

Flugrabatt für Residenten

Noch gibt es den Flug- und Fährrabatt für Residenten in Höhe von 50%. Eine Partei will ihn gar auf 70%  erhöhen. Warum nicht gleich 100% und noch ein kostenloses Vesper dazu. So kurbelt man die Wirtschaft und insbesonders Binter und Fred Olsen & Co an und fängt auch noch Wählerstimmen.
 
Ich frage mich, was sind das für Träumer, Schaumschläger und realitätsfremde Menschen, die sich auch noch Politiker nennen. Nach diesem Schema wurden in der Vergangenheit die Millionen Euro verprasst und sicher ist auch ein "Trinkgeld" für den Initiator als kleines Dankeschön abgefallen.

Die Kassen sind leer und es gilt primär jetzt einmal die hungrigen Mäuler zu stopfen. Gut - verhungert ist noch kein Insulaner aber die Sorgenfalten werden von Tag zu Tag tiefer und mehr. Um den Rabatt jedem echten Residenten zuteil werden zu lassen, müssen seit September 2012 die sogenannte Volante de Empadronamiento (Meldebescheinigung) beim Buchen vorgelegt werden. Ohne die für 6 Monate gültige Bescheinigung gibt es keinen Rabatt. Bescheinigungen kosten Gebühren auf der Gemeinde, Wartezeit für den Antragsteller und viel Mehrarbeit für die Beamten. Also eine echte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Daß es auch einfacher geht zeigt im Moment die Fluggesellschaft Binter Canarias. Sie ist direkt an das Zentrale Melderegister "Sistema Acreditacion Residencia Automatico" (SARA) angeschlossen und kann allein unter Vorlage der N.I.E oder N.I.F. Nummer den Status abfragen. Eine Meldebescheinigung ist zumindest im Augenblick bei einer Online-Buchung hier nicht notwendig. Ob das Bestand hat und sich mit dem Datenschutz vereinbaren lässt, wird die Zukunft zeigen. Vielleicht werden dann auch die anderen Beförderungsunternehmen diese Vereinfachung übernehmen.



Islas Airways


Nicht ganz so erfreulich sieht es bei Islas Airways aus. Die Gesellschaft fliegt wohl wieder hat aber wie zu hören ist, immense Kapitalprobleme. Ein Pilot oder eine Stewardess die bereits seit Monaten auf ihren Lohn warten, machen sicher nicht mehr so glückliche Gesichter. Das wirkt sich natürlich auf die Fluggäste und damit auf die Buchungszahlen aus. Weniger Buchungen bedeuten auch wieder weniger Einnahmen.
Es geht auch hier ums Geld und die ausstehenden Subventionszahlen (Residentenrabatt) durch die klamme Kanarische Regierung.
 

 

 

Langstreckenjet - Drogen und Al-Qaida

Die Kanaren sind bereits seit längerer Zeit als Umschlagplatz und Zwischenstation für Drogen aus Südamerika bekannt.

Erst vor wenigen Wochen wurde eine Bombardier BD-700 auf dem Flughafen Gando in Gran Canaria mit 2,5 Tonnen Kokain an Bord aufgebracht. Sie kam aus Venezuela und legte eine Zwischenlandung auf Gran Canaria ein. Unter der Besatzung befand sich auch ein deutscher Co-Pilot und eine Frau aus Österreich. Beide wurden festgenommen. Die Drogenfracht war als Hilfslieferung getarnt.
Das Flugzeug war angeblich ohne offizielle Genehmigung in Venezuela gestartet. Welche Rolle dabei das Flughafenpersonal und die Besatzung gespielt haben wird untersucht. Inzwischen wurden 30 Personen, darunter Angehörige der Nationalgarde in Venezuela festgenommen.

Nun vermutet der spanische Außenminister, José Manuel García-Margallo, dass die kanarischen Inseln immer mehr als Umschlagplatz für Drogen diene, mit denen Terrorgruppen im Sahel finanziert werden sollen.
Das Geld aus dem Drogenhandel fließe an Al-Qaida Ableger in Mali, die dort einen eigenen Gottesstaat etablieren wollten. Von den Kanaren nach Mali ist es nur ein Katzensprung.

Der Außenminister kündigte bereits an, daß bei der nächsten Generalversammlung der UNO die Besorgnis der spanischen Regierung über die Entwicklung in dieser afrikanischen Region dargelegt werden soll.
Das ruft natürlich sofort die USA auf den Plan. Sie beginnen jetzt bereits See- und Luftstreitkräftekontingente, wie Flugzeuge und auch Kriegsschiffe auf die Kanaren zu verlegen. Der neue Stützpunkt wird die Gando Air Base auf Gran Canaria sein.

Die letzten Tage waren auch bereits über La Palma US Militärflugzeuge zu beobachten. Ob das ein Segen oder Fluch für die Kanaren bedeutet, wird die Zukunft noch zeigen.

Dienstag, 4. September 2012

Stadtstrand - Windmühlen - Islas Airways

NEWS: Drei Dinge die den Palmero interessieren und die der Resident wissen sollte.

Der Stadtstrand von Santa Cruz de La Palma macht Fortschritte.


Unser neuer Stadtstrand, die "Playa mas Gigante" zeichnet sich nun auch optisch ab. Ein Blick vom Mirador de La Conception lässt die Größe und das Ausmaß langsam erkennen. Die 30 Millionen Euro Baukosten werden sichtbar. Viel Beton in Klötze bis zu 22 Tonnen Gewicht gegossen, werden Block an Block im Meer versenkt. Seit Oktober 2011 wird an diesem Bauwerk gewerkelt.
 
Rückschläge im vergangenen Winter nach einer kleinen Sturmflut bei der Teile dieser Zange über Nacht weg gespült wurden, zeigen natürlich auch die Problematik. Der Mensch kann viel, aber er sollte sich nicht unbedingt mit der Natur oder hier dem Meer anlegen und mit Gewalt an einer besonders tückischen Stelle dem Atlantik Land abgewinnen wollen. Wir werden bald sehen wer mehr Kraft hat und ob die Rechenkünste unserer Konstrukteure aufgehen.
 
Die neue Playa ist ein Geschenk aus Madrid. Richtig genommen das Einlösen eines Versprechen an die Hauptstadt. Als Ersatz für stadteigenes Gelände zum Hafenausbau, das Santa Cruz in früheren Jahren zur Verfügung gestellt hatte.
 
Ist dieser Strand notwendig?
Nein - zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt wo Spanien KO in den Ringen hängt und krampfhaft nach jedem Cent sucht. Es ist fast schon Vorsatz solch ein Luxusprojekt kurz vor dem drohenden Staatsbankrott nicht zu stoppen. Jetzt dürfte es aber zu spät sein - wir wollen auch nicht mit einer ewigen Baustelle leben.
Es bleibt nun erst einmal abzuwarten ob das Geld bis zur endgültigen Fertigstellung ausreicht und was das Meer im nächsten Winter dazu sagen wird.
 

Windkraft statt Schweröl


Leider viel zu spät und zu zaghaft werden die Subventions-Millionen in Regenerative Energieprojekte gesteckt. Windräder gibt es bereits und nun kommen noch einige Windmühlen dazu. Gestern konnte ich zufällig beobachten wie aus einem holländischen Frachtschiff neue Energieerzeuger (ich denke aus deutscher Produktion) im Hafen von Santa Cruz gelöscht wurden. Wo sie ihren endgültigen Platz finden werden war nicht zu erfahren. Es sind aber baugleiche Teile wie ich sie von El Hierro kenne.

Was machen unsere Inselflieger ?

Hier hört man nichts Gutes!

Islas Airways kann die Löhne nicht bezahlen. Die Airline gibt die Schuld der Regierung.

Zur Erinnerung:Wir haben für insulare Flüge zwei Fluggesellschaften - die Binter Canarias (grün) und die Islas Airways (blau).

«Die Angestellten können nicht mehr. Das ist eine unhaltbare Situation», beklagt sich Ángel Pérez Serichol von der Gewerkschaft Servicios a la Ciudadanía de Comisiones Obreras. Das Personal von Islas Airways habe weder für den Juni einen Lohn erhalten, noch für den für Juli oder auch den August, sagte er gegenüber der Zeitung El Dia.

Dass es die Löhne nicht zahlen kann, gibt das Management zu. «Wir haben ein Liquiditätsproblem», erklärte Firmensprecher José Daniel Díaz freimütig in El Dia.

Na toll - und wer ist schuld. Natürlich die Regierung, genau die Kanarische Regierung. Das was der fliegende Resident an 50% Ermäßigung einspart, wird nämlich als Subvention der Airline erstattet. So zumindest theoretisch.
Aber die Regierung ist pleite und kann nicht zahlen. Islas Airways fehlt quasi 50 Prozent des Umsatzes. Seit 8 Monaten wartet man bereits auf den Zuschuss. Inzwischen sind über 10 Millionen Euro aufgelaufen. (aerotelegraph)

Das sind die ersten oder auch die zweiten Auswirkungen der "Crisis" - und das Ende ist noch nicht abzusehen. Es kann also noch "Lustig" werden - und dann baut man einen nicht notwendigen und noch weniger gewünschten Stadtstrand.
Darüber sollte man sich mal seine Gedanken machen !!!