Kanaren News

Sonntag, 28. September 2014

La Palma ITV auf der Ostseite

Lange hat es gedauert, jetzt hat aber auch die Hauptstadt Santa Cruz seinen eigenen ITV (TÜV).

Neuer La Palma ITV eröffnet

Es wurde auch Zeit, dass auf der Ostseite ein La Palma ITV seine Pforten öffnet. Vor 20 Jahren war ein TÜV auf La Palma noch ein Fremdwort. Alles was vier Räder hatte, konnte sich unbehelligt auf den Straßen bewegen. Es gab wohl Vorschriften welche technischen Voraussetzungen ein Fahrzeug auf öffentlichen Straßen haben sollte, aber kaum Kontrollen.
Erst mit der La Palma ITV Prüfstelle in El Paso wurde die regelmäßige technische Fahrzeugüberprüfung zur Pflicht und auch von der Guardia Civil überprüft. Ein bunter Klebestreifen in der Windschutzscheibe signalisiert das nächste Prüfungsjahr. Alle Fahrzeuge der Insel mussten den oft weiten Weg zum La Palma ITV in El Paso auf der Westseite nehmen.

La Palma ITV mit Standort in Mirca
Seit einigen Tagen hat nun auch die Ostseite einen eigenen La Palma ITV. Im Industriegebiet von Mirca – einem Stadtteil von Santa Cruz de La Palma – ist die neue Prüfstelle angesiedelt (Foto:ITV). Die Öffnungszeiten des La Palma ITV sind überraschend benutzerfreundlich. Von Montag bis Freitag ist ganztägig von 7.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Wer es unter der Woche dennoch nicht schafft, kann auch am Samstag  >>> weiterlesen 

Donnerstag, 25. September 2014

La Palma – die erhoffte Wohltat

Nach 5 Monaten der erste Regen auf La Palma.


Angekündigt war er bereits für das vergangene Wochenende. Heute Morgen war es dann aber erst soweit. 5 Liter pro Quadratmeter fielen in den frühen Morgenstunden auf der Ostseite von La Palma.
Endlich Regen! Bei einem Nordeuropäer löst dies sicher nur ein müdes Achselzucken aus. Für La Palma bedeutet dies aber viel mehr. Kein tägliches Garten und Rasen Wässern mehr, die Natur atmet förmlich auf, die Gefahr von Waldbränden ist gesenkt und für etwas Nachschub in die fast leeren Wasserreservoirs sollte es auch noch gereicht haben.
Den 25. September 2014 wird man sich merken. Ende der sommerlichen Trockenzeit und Beginn der nun feuchteren Herbst- und Wintermonate. Normal auch Startschuss bzw. Endtermin für die BRIF-Löschbrigade mit ihren gelben Hubschraubern. In den nächsten Tagen werden sie wieder  >>>weiterlesen

Montag, 22. September 2014

Traumhafter Sonnenaufgang auf La Palma

Den Sonnenaufgang auf La Palma als Naturwunder verstehen.

Solch dramatische und beeindruckende Sonnenaufgänge auf La Palma sind häufig zu beobachten. Spektakuläre Himmelsverfärbungen, wie hier heute Morgen auf der Ostseite von La Palma, Faszinieren und Erstaunen immer wieder. Dabei ist es gar nicht notwendig bereits um 5.00 Uhr am Morgen sich auf die Lauer zu legen.

Durch die Äquator- Nähe von La Palma erfolgt der Sonnenaufgang auch in den Sommermonaten erst gegen 7.30 Uhr. Die Dämmerungsphase von der Nacht zum Tag dauert dabei, nicht wie in Deutschland über Stunden, sondern ist sehr kurz. Durch die Sommer/Winter Zeitumstellung ändert sich auch in den Wintermonaten hier an der Zeit nur wenig.

Die Sonnenaufgang – Serie (oben) habe ich innerhalb von 20 Minuten (7.45 bis 8.05 Uhr) von meinem Haus aus aufgenommen. Selbst mit einer einfachen Kamera und ohne Stativ  - weiterlesen

Sonntag, 21. September 2014

Rettungseinsatz an der Höhle Cueva Bonita

Nächtlicher Rettungseinsatz an der Cueva Bonita auf La Palma.


Einen Großeinsatz der Rettungskräfte lösten zwei Männer aus, die am Samstagabend eigentlich nur den Sonnen- Untergang aus der Cueva Bonita (Schöne Höhle) bei Tijarafe auf La Palma erleben wollten. Die Cueva Bonita ist nur über das Meer zu erreichen und liegt im Nordwesten von La Palma auf Meereshöhe. Plötzlicher starker Wellengang und die einsetzende Flut machten ein Entkommen aus der nur 20 Meter tiefen Höhle unmöglich. Das hereinströmende Wasser überflutete den größten Teil der Cueva Bonita. Nur ein kleiner höher liegender Sockel blieb einigermaßen trocken.
Die alarmierten Rettungskräfte hatten gestern Abend keine Chance  >>> weiterlesen

Samstag, 13. September 2014

Physiker Stephen Hawking auf La Palma


Stephen Hawking mit dem Kreuzfahrtschiff Oceana auf La Palma. 



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Der wohl bekannteste derzeit lebende Physiker und Vordenker Stephen Hawking besuchte gestern La Palma. In Fachkreisen wird aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten der englische Astrophysiker Stephen Hawking (Foto: Starmus) mit Albert Einstein auf eine Stufe gestellt. Zahlreiche Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden wurden ihm schon verliehen. Er gilt als Visionär für die Mysterien und ungeklärten Rätsel in den Weiten des Weltraums. Verständlich versucht er die Zusammenhänge und die Entstehung des Universum zu erklären. Er genießt in der Theoretischen Physik unter den Wissenschaftlern höchstes Ansehen.


DSCF4856Mit dem Kreuzfahrtschiff Oceana der Reederei P&O weilte er gestern für einige Stunden auf La Palma. Seit seinem 21. Lebensjahr ist Stephen Hawking an den Rollstuhl gefesselt. Er leidet an amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems und kann sich nur über seinem Sprachcomputer verständigen. Mit seinen Augenbewegungen steuert er das Gerät.
Drei Krankenschwestern betreuten Stephen Hawking während seines Sightseeing Tour durch die historische Altstadt von Santa Cruz de La Palma. Gemischt unter normalen Touristen, bestaunte er unsere irdische Vergangenheit.

Stephen Hawking Gastredner auf dem Starmus-Festival

Es war kein Zufall, dass Stephen Hawking an Bord des Oceana Kreuzfahrtschiff war. Er ist Gastredner des STARMUS – Festival vom 22. – 27. September 2014.
Zahlreiche Wissenschaftler, Nobelpreisträger, Kosmonauten und Astronauten werden anwesend sein. Aufgrund seiner Erkrankung kann Stephen Hawking kein Flugzeug benutzen. Für 4 Wochen weilt der berühmte Physiker nun auf der Insel Teneriffa.
Auf dem Starmus – Festival wird Astrophysik mit Kultur verknüpft. Es findet auf Teneriffa und La Palma statt. Wissenschaftliche Fachvorträge, Erlebnisberichte wie 2011 von Neil Armstrong (erster Mondbesucher) und Musik stehen auf dem Programm. Auch die Titelmusik wurde von keinem geringeren als Brian May – Ex Gitarrist der Popgruppe Queen – komponiert. Brian May ist selbst Astrophysiker der Liverpool John Moores University und hat auf dem Observatorium Roque de Los Muchachos auf La Palma während seines Studium gearbeitet.
Ein interessantes Programm und die Elite der Wissenschaft versammelt auf den Kanaren. Näheres zum Starmus-Programm hier.

Freitag, 12. September 2014

Bananen aus La Palma



Wichtigstes Exportprodukt – Bananen “Plátanos” made aus La Palma.



Bananen Cooperative La Palma
Bananen Cooperative La Palma
Der Bananenanbau ist immer noch der Hauptwirtschaftszweig auf La Palma. Obwohl die Anbaufläche nach Hektar auf Teneriffa größer als auf La Palma ist, hat im Jahre 2012 La Palma mehr exportiert. Eine intensivere Bewirtschaft trotz kleinerer Flächen, üppige Subventionierung durch die EU und mangels anderer Perspektiven, lassen den Bananenanbau weiter gedeihen.
Erstmals ging jetzt im Jahre 2013 der Export leicht zurück. Wie die Organisationen der kanarischen Bananenerzeuger (Asprocan) mitteilte, wird der Konkurrenzdruck aus Südamerika größer. Hauptabsatzmarkt der Kanarischen Bananen bleibt das spanische Festland.

Bio Bananen aus La Palma ?

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Die Ausdehnung des Biomusa-Projekt – der Bio-Bananen, das sich auf Forschung und nachhaltige Entwicklung des Bananenanbau ohne chemische Pestizide konzentriert, soll weiter forciert werden. Massenproduktion in Monokulturen und Bio lassen sich allerdings schlecht kombinieren. Auch können durch die steilen Anbauflächen auf La Palma kaum Maschinen eingesetzt werden. Der südamerikanische Konkurrent hat hier andere geologische und geografische Möglichkeiten und die Arbeitskraft ist wesentlich günstiger. Vielfältige Versuche die kanarische Banane (Musa Paradisiaca) mit ihrem höheren Nährstoffgehalt und dem wesentlich besseren Geschmackserlebnis auch in anderen europäischen Ländern einzuführen, brachte bis jetzt wenig Erfolg.
Auch Deutschland, als Bananen-Weltmeister mit dem höchsten pro Kopf Verbrauch an Bananen, konnte durch Marketing Maßnahmen noch nicht überzeugt werden. Probier- und Verkaufsaktionen in den Obst- und Gemüseabteilungen großer Kaufhäuser, wie im KaDeWe in Berlin oder Kaufhof brachten keinen nennenswerten neuen Absatz.
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Der Geschmack allein macht es nicht aus. Ein Massenprodukt verkauft sich immer noch über den Preis. Auch die Bio Banane zieht nur bei einem begrenzten Käuferkreis. Der höhere Preis lässt viele Normalverbraucher zurückschrecken und dann doch zur günstigeren Chiquita &Co. aus Ecuador oder Guatemala greifen. Egal unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen dort der Bananenanbau auch betrieben wird.
Bio-Anbau, Bio-Produkt, nachhaltige Erzeugung oder Bio Gemüse aus China – eine in letzter Zeit stark strapazierte Wortkombination. Auch die großen Konzerne mischen inzwischen im Biomarkt mit und versuchen ihre Produkte mit dem verkaufsfördernden BIO Siegel zu schmücken.
Haben es überhaupt Karotten aus China verdient nach einem langen Transportweg um den halben Globus noch als Bio Produkt im deutschen Regal zu liegen. Der Anbau mag ja “Biologisch” gewesen sein. Der Energieverbrauch und die ausgestoßenen Schadstoffe auf dem Transport machen aber dieses Prädikat längst wieder zunichte. Auch von “Frische”, selbst wenn es noch den optischen Anschein hat, ist längst nicht mehr zu reden. Künstliche Konservierung, Gase und andere Erhaltungs-Methoden müssen eingesetzt werden.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAÄhnlich sieht es mit unseren Bananen aus. Grün geerntet, den Reifezustand durch Unterkühlung unterbrochen, über 3600 km mit dem Containerschiff transportiert und frühestens nach einer Woche im deutschen Supermarkt. 
Unter BIO verstehe ich etwas anderes. “Gestern in Nachbars Garten geerntet und heute frisch auf den Tisch”. Klingt vielleicht naiv – aber das ist mein Vorstellung für ein Bio Produkt.
Auch die Bio Zertifikations-Stellen und Verbände, lassen sich längst vor den Werbekarren der Konzerne spannen. Es ist auch für sie ein Geschäft. Geld regiert die Welt und das macht auch nicht vor BIO halt.
Letztendlich liegt es aber an der Bequemlichkeit und Gutgläubigkeit der Verbraucher, denn sie kaufen das Produkt. Jeder sollte sich vor dem Kauf erst die Frage stellen:
Kann es sein, dass Obst oder Gemüse aus fernen Ländern jetzt noch die zugesicherte Eigenschaften hat. Vertraue ich lieber den Werbesprüchen und einem Siegel oder meinem eigenen Kopf?
Ob Bio oder Nicht – letztendlich sollte der Geschmack entscheiden. An einer Banane ist nicht viel künstlich zu verändern. Sie ist eines der wenigen Produkte die schon mit ihrer Verkaufsverpackung an der Staude wächst. Ein Biss in die aromatische kanarische Banane wird dann schnell den Unterschied zeigen. Mit 22 % Fruchtzucker Anteil enthält sie rund 5 % mehr Nährstoff als der südamerikanischen Konkurrent. Sie ist durch den kürzeren Transportweg “Frischer” und stammt aus Europa.