Freitag, 25. Dezember 2009

Wetter La Palma - Entwarnung


Jetzt gibt es endlich etwas positives vom La Palma Wetter zu berichten. Nach den jüngsten Satellitenaufnahmen zieht die weitere Schlechtwetterfront nördlich von La Palma Richtung Osten ab. Nun können die Palmeros und natürlich die Gäste aufatmen und die entstandenen Schäden begutachten. Nach der amtl. Wettervorhersage gibt es ab Samstag, den 26.12.09 keinen weiteren Niederschlag, 24° und Wind aus SW zwischen 18 und 36 km/h.

La Palma schwer erreichbar


Die Hochsaison für deutsche Touristen auf La Palma sind die Wintermonate. Besonders um die Weihnachtszeit entfliehen viele Landsleute gen Süden um dem deutschen Schmuddelwetter zu entgehen. Sie suchen in südlicheren Gefilden - Sonne, Wärme, Ruhe und Entspannung. Idealer Urlaubsort für solche Fälle ist normalerweise La Palma. Normalerweise - wie gesagt, nicht so aber dieses Jahr zur Weihnachtszeit. Gab es schon in Deutschland vor dem Abflug mit Schnee und Eis Verspätungen, so erlebt der Gast auf bzw. über La Palma erst so richtig sein "blaues Wunder". Seit 2 Tagen kann wegen böiger Fallwinde der insulare Airport nicht angeflogen werden. Die Gäste legen ersteinmal einen Zwischenstopp auf Teneriffa oder Gran Canaria ein. Jeder der so etwas schon einmal erlebt hat, weiß wie lustig es ist stunden- oder tagelang auf seinen gepackten Koffern zu sitzen und hellhörig den Lautsprecherdurchsagen zu lauschen. Gut-, man sitzt im Trockenen und wird vielleicht auch mit Getränken versorgt. Aber das Warten .... geht so manchem doch gehörig auf den Geist. Kommt dann endlich das Aufbruchsignal wird jeder emsig und das Gedrängele geht schon wieder los. Die Deutschen sind hier einfach Weltmeister ! Mit der Fähre soll es weiter auf die Isla Bonita gehen. Schnell mit dem Bus zum nächsten Hafen und ab auf die Fähre. Normalerweise soll eine Seefahrt lustig sein ... normalerweise. Aber nicht bei diesem Seegang. Auch das Meer, und es handelt sich hier um den Atlantik, bleibt von den Wettereinflüssen nicht verschont. Hoher Wellengang, Sturm und rundherum schwarze Nacht. Unsere Fähren fahren normalerweise nur in der Nacht. Wem es bisher nicht bereits Übel wurde, hat dazu auf der mehrstündigen Überfahrt die größte Chance dies nachzuholen. Endlich, nach ein oder zwei Tagen, auf La Palma angekommen, wolkenverhangener Himmel, Dauerregen und Sturm. Kein Wandern und erst recht nicht im Meer baden, also ab ins Hotelbett und ausruhen und schlafen. Denn auf schlechte Tage folgen bekanntlich wieder schöne Tage, vielleicht besonders schöne Tage. Sicher wird aber diese Anreise lange im Gedächnis abgespeichert bleiben.

Weihnachts- Sauwetter auf La Palma


Das ist genau die richtige Bezeichnung für das Weihnachtswetter 2009 auf La Palma. Seit Tagen gießt es ohne Unterlass, begleitet von heftigen Windböen. In den letzten drei Tagen fielen auf der Ostseite der Insel fast 400 Liter Regen auf 1 m². Damit summiert sich der Niederschlag gemessen ab 1.11.2009 auf satte 745 l/m² und erreicht fast die normale Durchschnitts- Jahresmenge von 8 - 900l/m². Die begleitenden Stürme oder besser ausgedrückt die plötzlich aufkommenden Böen liegen in der Spitze bei 75 km/h. Diese Wetterkapriolen die alle 2 - 3 Jahren in der Winterzeit auf La Palma vorkommen, haben Überschwemmungen bzw. Erdrutsche ausgelöst, die einige Strassen in der Gemeinde Mazo bei Montes de Luna und Fuencaliente unpassierbar machen. Auch sind Strassenpassagen beim Caldera- Ausfluß in Puerto Tazacorte weggebrochen. Einige Wohnhäuser im Südteil der Insel wurden durch die von den Bergen herabstürzenden Wassermassen unbewohnbar. Die Bewohner wurden in der Stadthalle von Mazo untergebracht. Auch die Unelco, der Stromversorger von La Palma, hat so seine Probleme. Der Südteil der Insel ist, mit kurzer Unterbrechung, seit Tagen ohne Strom ... und das zur Weihnachtszeit ... schöne Bescherung. Das Wettergeschehen lässt sich schön auf dem Satellitenfoto und unter Medio Ambiente - (Kanaren - Santa Cruz de La Palma) auf Lapalma1.Info mitverfolgen.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

NEWS

Neue Nachrichten erst wieder, wenn sich auf La Palma etwas aussergewöhnliches ereignet .....

Donnerstag, 6. August 2009

Die Löschflugzeuge fliegen noch pausenlos







Die Löschflugzeuge waren auch heute wieder von Sonnenaufgang bis jetzt im Dauereinsatz. Das Wasser wird aus den großen Bananentanks im Bereich Leuchturm Salemera auf der Ostseite geholt und in die Berge oberhalb von Tirimaga geflogen. Eingesetzt sind drei Bell-, zwei Puma- und drei russische Kamov Ka-32 T Hubschrauber sowie ein Canadair Löschflugzeug das vom Flugplatz Mazo aus operiert. Die Kamov Hubschrauber sind mit einem Doppelhauptrotor ausgerüstet und können bis zu 6000 kg Nutzlast transportieren. Sie können also wesentlich größere Wassermengen als die restlichen Hubschrauber transportieren. Rauch ist von der Ostseite nicht auszumachen, wahrscheinlich werden Glutnester in den Barrancos gelöscht. Gestern wurde auch in Tigalate das umgestürzte Löschfahrzeug von einem Kran geborgen. Bei diesem Unfall am Dienstag gab es mehrere Verletzte.

Mittwoch, 5. August 2009

Brandbilanz La Palma

Noch klimmen einzelne Glutnester die jetzt nach und nach gelöscht werden müssen. Insgesamt aber ist der Brand nach dramatischen Tagen gelöscht. Vernichtet wurden rd. 2700 ha Wald- und Buschland, 40 Wohngebäude, eine noch nicht bezifferte Anzahl von Fahrzeugen, mehrere hundert Nutz- und Haustiere, die Strom- und Telefonverbindungen im Südteil der Insel. Laut Cabildo mussten 4000 Bewohner evakuiert werden, die nun meist wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten. Es gab zum Glück keine direkten Todesfälle aber eine größere Anzahl von Verletzten, die im Inselhospital und in der eingerichteten Notambulanz in der Militärkaserne in Los Cancajos behandelt wurden. Eingesetzt waren über 1000 Lösch- und Hilfskräfte, auch von den Nachbarinseln und aus Festlandspanien. Einen großen Anteil beim Stoppen des Brandes hatten die 8 Hubschrauber und 2 Löschflugzeuge, die unwegsame Barrancos mit ihrer Wasserlast bombadieren konnten. Die auswärtigen Kräfte werden nun so langsam abgezogen und kehren in ihre Standorte zurück. Als Soforthilfe erhalten Betroffene für den Totalverlust ihres Hauses von der kanarischen bzw. palmerischen Regierung bis zu 12.000 Euro. Über die Brandursache wird noch spekuliert. Es könnte Brandstiftung oder auch fahrlässiger Umgang mit Feuerwerkskörpern gewesen sein. Eine genaue Untersuchung wurde angeordnet. Mir steckt der Schock noch in den Gliedern, obwohl ich in den letzten 12 Jahren hier auf La Palma so manches Feuer miterleben musste. So nahe wie jetzt war es noch nie und man macht sich dann schon so seine Gedanken, wenn man miterlebt hat wie in Minuten Bewohner von Fuencaliente ihr Hab und Gut verloren haben. Hier habe ich noch ein Video gefunden das die dramatischen Tage Revue passieren lässt http://www.youtube.com/watch?v=BMeRAbYDykE&feature=fvw

Dienstag, 4. August 2009

Nichts neues an der Feuerfront



Seit Sonnenaufgang fliegen nun wieder die Löschflugzeuge. Die Nacht war ruhig, mit etwas Regen und kaum Wind. Von San Pedro auf der Ostseite aus, ist durch die tiefhängende Wolkendecke zur Zeit keine Sicht in die Berge möglich. In der Nacht kamen mit der Fred Olsen Fähre neue Löschmannschaften, diesmal aus Sevilla über Teneriffa, an. Sie lösen einen Teil der erschöpften Löschtrupps vor Ort ab. Untergebracht ist ein Großteil der Feuerwehrleute in den Hotels von Los Cancajos. Gefunden habe ich eine interessante Satellitenaufnahme vom vergangenen Sonntag, die die Rauchentwicklung aus dem Weltall zeigt.

Montag, 3. August 2009

Die Helden von La Palma











Es ist geschafft. Das Feuer ist unter Kontrolle. Jetzt gibt es noch einen Brandherd in den Bergen bei Mazo, abseits bewohnter Gebiete. Wenn alles klappt ist bis Dienstagabend das Feuer gelöscht. Nur durch den beherzten und teilweise mutigen Einsatz Aller, besonders der Feuerwehrleute und Löschflugzeuge aus Teneriffa, La Gomera, El Hierro, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, aus Festlandspanien und natürlich den palmerischen Löschmannschaften ist es zu verdanken, daß der Schaden nicht noch größer ausgefallen ist. Alles, auch der gesamte Nachschub, lief reibungslos. Erwähnung verdient auch die Hilfsbereitschaft der Palmeros. Ob Unterkünfte, Speis und Trank oder technische Gerätschaften. Alles wurde selbstlos und selbstverständlich zur Verfügung gestellt. Eben typisch palmerisch. Über den genauen Schaden und die mögliche Ursache wird man in den nächsten Tagen zu reden haben..

Die Lage hat sich entspannt

Aufatmen nach dramatischen Tagen. Durch den Wetterwechsel mit jetzt wieder normalen Temperaturen, höherer Luftfeuchtigkeit und Nordostwind hat sich die Feuerlage wesentlich entspannt. Zur Zeit brennt es nur noch in höheren Lagen ab 800 m. Pausenlos fliegen ab Sonnenaufgang die Löschflugzeuge und Helikopter um den Brand vielleicht heute noch unter Kontrolle bringen zu können. Behindert werden die Flugzeuge allerdings von tiefhängenden Passatwolken auf der Ostseite. Die nachrückenden Löschmannschaften am Boden versuchen die noch bestehenden Brandnester zu löschen. Bedroht ist zur Stunde nur noch der kleine Ortsteil Tirimaga von Mazo auf 800 m Höhe. Sollte der Wind nicht doch noch auffrischen oder seine Richtung ändern, hofft man den Weiler schützen zu können. Die aktuellen Wetterdaten um 13.°° Uhr -Temp. 21.1° - 63% Luftfeuchte und 11,2 km/h NO Wind

Sonntag, 2. August 2009

Der Wind hat gedreht


Seit etwa 17.°° Uhr kommt Nordostwind auf. Mazo kann aufatmen. Das Feuer wird nun nicht mehr vom Wind Richtung Meer, also in bewohnte Gebiete getrieben, sondern Richtung Westen. Das könnte allerdings bedeuten, daß sich in der Nacht eine neue Feuerfront in den Bergen von El Paso auftut. Nach Sonnenuntergang ist es nicht mehr möglich aus der Luft die Brände zu bekämpfen. In der nächsten Stunde wird der spanische Regierungschef Zapatero auf La Palma erwarten. Ob es sich nur um einen Kondolenzbesuch handelt oder ob er weitere Hilfe mitbringt oder verspricht, wird sich zeigen. Mit dem Nordostwind sind inzwischen die üblichen Passatwolken auf der Ostseite aufgezogen, so daß von meinem Standort die Sicht auf den Brandherd versperrt ist. Hier habe ich noch Videos vom gestrigen Tag in Fuencaliente gefunden http://www.youtube.com/watch?v=Ssumqa2D0Q8 und http://www.youtube.com/user/libertaddigitaltv