Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

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Samstag, 2. Januar 2016

El Niño – La Palma das Wetter spielt verrückt

Weltweit gerät das Klima nach Meinung der Meteorologen wegen des El Niño aus dem Gleichgewicht. Halb England unter Wasser – Tornados in den USA – Schnee-Notstand in New Mexiko und Texas – Waldbrände in Indonesien und Plus-Temperaturen am Nordpol. Normal herrschen hier im Dezember -30 bis 40°C.

Aber auch auf den Kanaren und La PalmaLa Gomera oder El Hierro war der vergangene Dezember 2015 viel zu warm und zu trocken. Bis zu +28°C ist selbst für die sonnen-verwöhnte Inseln im Monat Dezember viel zu viel. Dazu fehlte der sonst übliche und notwendige Niederschlag … und in Deutschland herrscht auch kein richtiges Winterwetter.

Ist es bereits der vorhergesagte Klimawandel durch die ungezügelte und von Menschen gemachte Emission von Kohlendioxid?

Eine Erwärmung der Weltmeere und die Auswirkung auf das globale Wettersystem? Noch sind sich nicht alle Wissenschaftler einig, ob der El Niño daran Schuld ist ... Weiterlesen



Freitag, 27. Februar 2015

“Mein Schiff 3″ reisst sich los

Mein Schiff 3 auf La Palma von einer Dünung gepackt.


Ganze Arbeit hat die Dünung im Hafen von Santa Cruz de La Palma geleistet. Hier war gestern das TUI Flagschiff “Mein Schiff 3” vertaut. Wie einen Korken hat das Kreuzfahrtschiff diesen Poller einfach heraus gerissen ... weiter

Wellengang und die Kraft des Meeres

 Hoher Wellengang an den Ostküsten der Kanaren.


Kräftiger Wellengang von bis zu 5 Meter Höhe hat in den vergangenen Tagen die ganze Kraft des Meeres wieder gezeigt. Es waren die Brandungswellen die im östlichen Küstenbereich von La Palma, La Gomera und El Hierro ihre Macht eindrucksvoll zur Schau stellten.
Küstennahe Siedlungen wie die “Casitas” Maldonado bei Santa Cruz de La Palma mussten sogar geräumt werden. Starke Nordostwinde der Stärke 8 hatten den Atlantik so aufgewühlt, so dass auch die Fähren und Containerschiffe ihre liebe Mühe hatten. Über die Insel fegten Stürme die auch auf den westlichen Inselteilen als Fallwinde Bäume zu Fall brachten.
Auch das deutsche Kreuzfahrtschiff MS Hamburg wurde ... mehr

Samstag, 29. November 2014

Sturmfront wieder abgezogen

La Palma hat die Sturmfront überlebt !


Der Spuk ist vorbei. So schnell wie diese Sturmfront gestern kam – so schnell ist sie auch wieder verschwunden. Das Satellitenfoto (AEmet) von heute Morgen zeigt eingefärbt die nun bereits weiter nach Westafrika abgezogene Sturmfront. Es ist ein großer Tiefdruckwirbel, der von Festlandspanien (Andalusien) bis 1500 km südlich zu den Kanarischen Inseln reicht. Gerade im südlichen Randbereich entstanden durch die großen Luftdruckunterschiede diese heftigen Stürme. Windspitzen bis 125 km/h wurden zum Beispiel am Flugplatz La Palma gemessen. Seit 24.00 Uhr in der vergangenen Nacht kam es aber zu keinen weiteren großen Wetterkapriolen. Die entstandenen Schäden sind nach ersten Einschätzungen gering. Im Norden von La Palma haben der hohe Seegang wie hier im Puerto Espindola Boote und Yachten durcheinander gewirbelt. Umgestürzte Bäume, Licht- und Strommasten und Steinschlag behindern den Verkehr.


Der Flugbetrieb ist noch eingestellt.



Noch ist La Palma von der Außenwelt abgeschnitten. Auf dem Flugplatz Mazo ist heute noch kein Flugzeug gelandet oder gestartet (Stand 10.00 Uhr). Es dauert bis alle nach Teneriffa und Gran Canaria umgeleiteten Flüge ihre zwischengeparkten Gäste eingesammelt haben und nach La Palma starten können. Nur das kleinere Kreuzfahrtschiff Braemar von Fred Olsen hat es heute Morgen gewagt von La Gomera kommend in den Hafen von Santa Cruz de La Palma einzulaufen. Es ist ja nicht nur La Palma von der Sturmfront betroffen worden, sondern auch alle anderen Nachbarinseln. Diese extremen Wettersituationen mit Auswirkungen auf den Schiffs- und Flugverkehr erleben wir alle Jahre wieder in den Monaten November, Dezember und Januar. Rund 2 bis 3x in der Winterhälfte bleiben wir für einige Tage unter uns.


Kleine Aktualisierung: Um 10.06 Uhr ist die erste Maschine – eine englische Thomson (TUI) aus London (siehe Foto) gut gelandet. Sie kam aus Gran Canaria. Auch die Airberlin mit deutschen Gästen, mit Zwischenstopp auf Teneriffa Sur, soll in wenigen Minuten hier landen. Nach der Sturmfront normalisiert sich nun so langsam auch der Flugverkehr wieder. Die Gäste kommen mit einer Erfahrung reicher, vielleicht etwas müde, dann doch noch auf La Palma an. Es war schon immer etwas besonderes unsere Insel in den Wintermonaten zu Bereisen.
Besuchen Sie auch die Seite: Kanaren NEWS mit aktuellen Nachrichten zu den kanarischen Westinseln 

Freitag, 28. November 2014

Schlechtwetterfront im Anmarsch

Eine Schlechtwetterfront bewegt sich auf die Kanaren zu.


Es kommt eine kräftige Schlechtwetterfront auf die Kanarischen Inseln zu. Für alle Inseln gilt ab Mitternacht (Do/Fr) die Unwetter Warnsstufe: Orange. Die Schlechtwetterfront soll am Freitag und Samstag nach dem AEmet Wetterdienst über die Inseln hinweg ziehen. Es ist nicht der Regen, sondern der Sturm und der hohe Wellengang im Küstenbereich der Probleme bringen kann. Eine ausgedehnte Tiefdruckzone kommt von Nordwesten über die Kanaren. Wellen von 5 bis 6 Meter Höhe sollen vor allem an den nördlichen und westlichen Inselabschnitten auftreten. Dazu Sturm bis 100 km/h und auf den Bergen Windspitzen von über 130 km/h. Das wäre Orkanstärke, die sich auf der Leeseite als Fallwinde auch noch verstärken können.
Schlechtwetterfronten in den Wintermonaten sind wir ja schon gewohnt. Vor einem Jahr kamen dazu noch Niederschläge von bis zu 200 Liter pro m² in 48 Stunden. Das scheint uns jetzt erspart zu bleiben.

Keine Flüge von oder nach La Palma?


Keine guten Vorhersagen für den Flugplatz Mazo auf La Palma. Wenn die Stürme so wie angekündigt kommen, wird der Fallwind auf der Ostseite keine Flüge zulassen. Am Freitag ist Hauptreisetag mit Flügen aus Deutschland, Holland und England.


Auch für das Kreuzfahrtschiff AIDAstella, das am Freitag La Palma besuchen wollte, wird es wegen der Schlechtwetterfront keine Landausflüge geben. Alles wurde abgesagt. Auf keiner Kanarischen Insel ist am Freitag und Samstag Ausflugwetter.
Erst ab Sonntag soll sich die Wetterlage wieder bessern. Die Schlechtwetterfront soll sich dann ausgetobt und weiter gezogen sein. Ich werde zum aktuellen Wettergeschehen berichten.

Dienstag, 1. April 2014

Unwetter - kein Aprilscherz

Wettersituation:


Das Wetter - genau genommen das Unwetter - hat uns wieder fest im Griff. Die Wetterwarnstufe "Gelb" wurde für die Westinseln ausgerufen. Eine Sturmfront vom Atlantik aus Nordwesten mit Windspitzen bis 75 km/h und kräftigem Seegang wird uns Heute und Morgen das Leben wieder schwer machen. Recht spät für die Jahreszeit, immer hin ist heute bereits der 1. April (einen Aprilscherz gibt es hier nicht). Der Regen wird mäßig ausfallen - bis jetzt 6,9 L/m² (9.00 Uhr Ostseite).

Durch die bei Westwind entstehenden Fallwinde auf der Ostseite kann es zu Flugausfällen kommen. Es sind heute 5 Condor-Flüge aus Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, München und Stuttgart  vorgesehen. Den Flugplan und evtl. Stornierungen gibt es auf der La Palma Flugseite.

Seit 2 Stunden wehen auf der Ostseite in Intervallen bereits böige Fallwinde. Der erste Binterflug nach Teneriffa um 8.05 Uhr ist gestartet. Seitdem ist auf dem Flugplatz Ruhe. Die weiteren Flüge wurden verschoben.
Ich werde den Flugplatz im Auge behalten und hier bei Bedarf neue Meldungen einstellen:


14.45 Uhr - Die Maschine aus Brüssel ist wieder gestartet. Sonst keine Flugbewegungen zu beobachten. Selbst die Iberia aus Madrid (planmässige Ankunft 14.20 Uhr) hat einen Landeversuch abgebrochen und ist Richtung Teneriffa/Gran Canaria weiter geflogen.
Die Fallwinde haben weiter zu genommen. Auch starker Regen im oberen Teil von Las Ledas - San Pedro. Viele abgebrochene Palmwedel und Äste in diesem Bereich auf den Straßen.

12.30 Uhr - Thomas Cook aus Brüssel ist soeben gelandet
.
10.45 Uhr - alle insularen Flüge wurden annulliert. Die Böen nehmen weiter zu. Condor
Flug 2068 aus Hamburg (10.20 Uhr) hat einen Landeversuch unternommen und ist wieder abgedreht.

Sonntag, 16. Februar 2014

... kalt wie am Nordpol

Wetterkapriolen

Wettertechnisch sind wir auf La Palma ja so einiges gewohnt. Dabei hatten wir noch Glück. Die angekündigten Brandungswellen (AEmet sprach von 5 bis 6 m hohen Wellen) haben uns verschont. Auf der Marine-Weather Grafik (links) wurden die Kanaren (Pfeil) förmlich von der hohen See umgangen. Es war das Sturmtief das England und Irland Überschwemmungen beschert hatte und nun Richtung Afrika abgezogen ist. Auch der Sturm (es war nur starker Wind) und der Regen (17,1 l/m²)  hielten sich in Grenzen.


Aber der Temperatursturz von fast 15° war da schon etwas anderes. Hier links das Magic Teleskop auf unserem höchsten Berg, dem Roque de los Muchachos, am Freitagmorgen um 8.00 Uhr bei + 12°C und ...
... heute Morgen um 8.00 Uhr bei minus 5,1°C. Im dichten Schneesturm kaum mehr zu erkennen. Es kommt sicher alle Jahre im Januar/Februar vor, dass auf dem Roque etwas Schnee fällt.
Recht selten aber, dass auch an der Küste am Sandstrand das Thermometer auf +8°C fällt. Selbst in der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma und in Los Cancajos auf der Ostseite verwandelte ein Hagelschauer mit erbsengroßen Hagelkörnern gestern winterliche Stimmung.

Ab Montag soll der Spuk vorbei sein und unser gewohntes frühlingshaftes Wetter wird wieder seinen Stammplatz einnehmen.

Samstag, 25. Januar 2014

Starke Brandung und Schäden auf der Westseite

NEWS:
Sonntag, den 26.01.2014
Nach ersten Schätzungen wurden im Bereich des Bananenanbaus auf der Westseite ca. 3000 Stauden zerstört. Die Auswirkungen sollen den Hurrikan Delta von 2005 noch übertroffen haben. Betroffen ist vor allem das Gebiet Todoque, Puerto Naos und El Remo.



Das sah auf der Vorhersage des Wetterdienstes AEmet gar nicht so schlimm aus. Es war wohl die Wetterwarnstufe "gelb" ausgerufen worden, aber die Folgen waren weit aus gravierender. Starker Seegang, so dass die AIDA Schiffe gestern nicht in den Hafen von Santa Cruz de La Palma einlaufen konnten (auf www.Kanarenkreuzfahrt.net gibt es ein Video). Vor allem aber der Wind hat auf der Westseite schwere Schäden hinterlassen. Windböen aus Nordosten mit bis zu 80 km/h waren angekündigt, durch die Berge mit den tiefen Barrancos aber wie in einem Kanal beschleunigt worden. Bis zu 150 km/h schnell wurden die Böen eingeschätzt. Heute und am Sonntag gilt weiter die gelbe Warnstufe (Grafik AEmet).

Unsere ehemalige Inselpräsidentin Guadelupe Tano hat einige Fotos auf ihrer Facebookseite veröffentlicht. Wie links im Hafen von Tazacorte, wo die Brandung Yachten an Land gehievt hat.
Oder auf der Straße bei Puerto Naos wurden durch den Sturm Begrenzungsmauern um Bananenplantagen umgerissen und stürzten auf parkende Fahrzeuge. Auch im Hotel Sol La Palma wurden in der Eingangshalle die Türen aus der Verankerung gerissen und in den Innenraum des Hotel katapultiert. Die Schäden in der Landwirtschaft sind noch nicht überschaubar. Verletzte scheint es nicht gegeben zu haben.

Auf der Ostseite der Insel gab es keine mir bekannten Schäden. Hier hatten wir leicht böigen Wind und "nur" starken Wellengang. Eine kleine Insel aber mit unterschiedlichen Wetterphänomenen. Die steilen Bergflanken im Zentrum der Insel verteilen nicht nur den Regenniederschlag ungleichmäßig, sondern können auch die Winde mildern oder wie gestern verstärken. Bei Westwind haben wir dieses Symptom genau umgedreht. Hier ist dann oft der Flugplatz Mazo auf der Ostseite durch die unberechenbare Fallwinde nicht mehr von den Fliegern anzusteuern. Das hatten wir erst vor einigen Wochen im Dezember 2013 wieder erlebt.



Samstag, 14. Dezember 2013

Wandern - Unwetter und die Uneinsichtigkeit

NEWS:

Auch wenn das letzte Unwetter vom 11. Dezember 2013 auf La Palma keine großen Spuren hinterlassen hat, ist jedes Unwetter unberechenbar und gefährlich. Gerade das Wandern in den Bergen oder an Steilhängen kann in Sekundenschnelle zur Lebensgefahr werden. Pfade werden einfach weggespült oder durch einen Erdrutsch verschüttet. Aufgeweichte Hänge lösen Steinschläge aus, die zu Tal prasseln.

Normal sollte man davon ausgehen, dass jeder erwachsene Mensch an Tagen mit Unwetterwarnung zu Hause bleibt oder vielleicht nur einen Stadtbummel unternimmt.

"Wir fliegen in 2 Tagen nach Hause und müssen die Zeit noch ausnutzen" solche und ähnliche Argumentationen verleiten immer wieder Touristen, wie auch in den vergangenen Tagen, zu riskanten Wanderausflügen.
Oft enden diese Touren, wenn sie denn glimpflich ausgehen, im Hospital.

Wie schnell und gewaltig sich harmlose Barrancos in reißende Sturzbäche verwandeln können, zeigt das Video  TEMPORAL TENERIFE DICIEMBRE 2013 von Samuel aus Teneriffa. 


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Unwetter überstanden !

Aktuell

Das war also die Suppe hier auf dem Satellitenbild der Asociacion Canaria, die uns das Unwetter brachte. Kalte Polarluft aus dem Norden (blau), trifft auf warme subtropische Temperatur (rot) auf den Kanaren. Temperatur-Unterschiede von 30 bis 40°C lösen dann diese Turbulenzen mit elektrischen Entladungen, Sturm und üppigen Regenfällen aus.
Die Unwetterfront ist weiter nach Osten gezogen und liegt aktuell zwischen Teneriffa und den Ostinseln.
Wir haben es glimpflich überstanden. Die Insel ist gegossen, einige Bäume entwurzelt und Straßen im Norden sind noch gesperrt. Heute sind die Schulen wieder geöffnet und unser normales Leben nimmt (fast)wieder seinen Lauf.


 
Auch wenn es noch auf der ganzen Insel regnet und die Sicht wie hier auf dem Roque de los Muchachos durch Wolken und Nebel eingeschränkt ist, sind wir doch froh, alles einigermaßen unbeschadet überstanden zu haben.
Auf der Startseite können Sie über die Webcams den Rest der Insel inspizieren.

Kalt ist es geworden - aktuell um 11.00 Uhr (Ostseite Nähe Flugplatz) erbärmliche 14,8°C. Heute Morgen fliegen auch schon wieder die ersten Inselhüpfer.
Gestern gab es noch auf dem Nordflugplatz Los Rodeos auf Teneriffa einen kleinen Zwischenfall. Ein Binter Flieger verfehlte durch den Sturm die Landebahn und blieb im Schlamm stecken. Der Flugverkehr musste daraufhin unterbrochen werden. Alle Passagiere konnten aber unverletzt der Maschine entsteigen.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

... mit Blitz und Donner

NEWS:
15.20 Uhr - wie das Cabildo La Palma (Inselregierung) mitteilt, ist das Schlimmste vorüber. Durchschnittlich fielen 86 Liter Regen pro Quadratmeter bei einem maximal 72 km/h starkem Wind. Die Feuerwehr sei momentan dabei umgestürzte Bäume zu räumen und überflutete Keller im Aridanetal auszupumpen. Durch Erdrutsch seien vor allem im Norden bei Los Sauces und im Barranco Las Angustias bei Los Llanos Straßen unpassierbar.

12.49 Uhr - soeben ist der erste insulare Binter Flieger hier wieder gelandet. Die Regenwarnstufe wurde von der AEmet auf "Orange" gesetzt. Gültigkeitsdauer bis Donnerstagmorgen.

12.23 Uhr - auf der Westseite um Los Llanos und im Nordwesten ist die Stromversorgung noch unterbrochen - 2 Tote durch das Unwetter gab es auf Teneriffa und Gran Canaria - auf dem Flugplatz Mazo ist heute noch kein Flugzeug gelandet. Obwohl es die Windverhältnisse zulassen, können die Maschinen wahrscheinlich auf Teneriffa oder Gran Canaria nicht starten.





Mit Blitz und Donner (Grafik ElTiempo oben) ist die Schlechtwetterfront heute in den Nachtstunden über La Palma hinweg gezogen. Gewitter sind hier äußerst selten und wenn, dann meist draußen über dem Atlantik. Im Nordwesten in Puntagorda mit Windspitzen von 105 km/Std. und 80 l/m² Niederschlag. Auf der Ostseite oberhalb des Flugplatz an meinem Standort fiel alles gnädiger aus. Gemessen habe ich in den letzten 12 Stunden 40,9 l/m² und Winde bis 65 km/Std. In weiten Inselteilen fiel der Strom aus. Auch hier gibt es erst seit einer knappen Stunde wieder Energie. Telefon und Internet funktionieren überraschender Weise, sonst könnten Sie diesen Bericht nicht lesen.

Nach der Eumet Satellitenaufnahme von 7.00 Uhr bewegt sich die Front im Moment auf Teneriffa zu. Sie kommt nur langsam voran und wird die östlichen Inseln erst Morgen erreichen.
Überschwemmungsschäden soll es in Los Llanos und im Barranco Las Nieves bei Santa Cruz de La Palma gegeben haben. Näheres dazu ist aber noch nicht bekannt.
Noch ist nicht alles vorbei. Es fällt weiter Regen, aber der Wind hat nachgelassen.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Es kommt noch heftiger - Warnstufe "ROT"


Da können wir uns aber auf einiges gefasst machen. Die AEmet hat soeben die höchste Warnstufe "ROT" ausgerufen.
Sie gilt ab heute 18.00 Uhr und dauert bis Mittwoch um 9.00 Uhr an. Extremregen von 60 l/Std. und bis zu 180 Liter in 12 Stunden werden in der neuesten Prognose vorher gesehen.  Sturmspitzen bis 100 km/h, Gewitter und starke Brandung im Küstenbereich runden den ganzen Mix ab.
Dinge, die wir in diesem Extrem hier sicher nicht brauchen. Einige internationale Flüge sind heute Morgen noch abgefertigt worden. Alle insularen Flügen zu oder von anderen Nachbarinseln sind komplett gestrichen.
Auch alle Schulen auf der Insel stellen ihren Betrieb zunächst bis Donnerstag ein.



Im Hafen liegt zur Zeit noch die MSC Armonia (Foto von 11.00 Uhr). Ob sie im Hafen liegen bleibt oder Schutz auf dem offenen Meer sucht, ist noch unklar. Der Besuch der AIDAvita am Mittwoch wurde bereits abgesagt.
Nun darf auch unsere neue Playa Befestigungsanlage -hier auf dem Foto im Hintergrund- ihre erste Bewährungsprobe bestehen. Bei Südwind und hoher Brandung können die Wellen fast ungehindert die Schleusenöffnung passieren.


Montag, 9. Dezember 2013

Unwetterwarnung "Orange"

News:
Dienstag, 10.12.2013 -
12.30 Uhr - alle internationalen Flüge können bis jetzt noch landen. Die insularen Verbindungen (Binter &Co) sind gestrichen.

10.00 Uhr - Condor Flug aus Stuttgart um 9.38 Uhr gelandet.

09.00 Uhr - In der Nacht hat sich der Wind gelegt, um jetzt wieder aufzufrischen. Auf dem Flugplatz ist heute noch kein Flugzeug gelandet. Es sind die ständig drehenden Winde die eine Landung zum Risiko machen.
Jetzt setzt auch leichter Regen ein. Die erwartete Niederschlagsmenge wurde nach oben auf 120 l/m² innerhalb von 12 Std. korrigiert.
Ich bleibe am Ball und werde über die Entwicklung berichten.



Wie eine Greifzange umfasst das Unwettertief (Satellitenbild Eumetsat) die Kanarischen Inseln. Der staatliche AEmet Wetterdienst hat für La Palma die Warnstufe erhöht und auf "Orange" gesetzt.
Alle Veranstaltungen wurden abgesagt und die Refugien geschlossen.  Ab 20.00 Uhr heute Abend sollen Windböen bis 100 km/Std. einsetzen. Bereits im Laufe des Tages wurde der Rundweg um den Vulkan San Antonio in Fuencaliente gesperrt. Auf dem Flugplatz Mazo sind seit 17.00 Uhr keine Flugzeuge mehr gelandet oder gestartet.

Ab Dienstagnachmittag soll dann noch kräftiger Regen einsetzen. Bis zu 100 Liter Regen in 12 Stunden werden erwartet. Begleitet wird der Niederschlag von Blitz und Donner.
Hoher Seegang für die Küsten wird vorher gesagt. Das heute im Hafen von Santa Cruz de La Palma vor Anker liegende Kreuzfahrtschiff "Albatros" hatte bereits gestern den Besuch auf El Hierro abgesagt und wird direkt die Insel Madeira anlaufen.
Wenn sich etwas Neues entwickelt werde ich hier berichten.

Dienstag, 5. März 2013

Alles halb so schlimm

NEWS:
17.30 Uhr - auf dem Flugplatz Mazo geht noch nichts. Immer wieder verursachen starke Windböen den Start oder die Landung.
Die Flüge von Condor nach Stuttgart und München melden fortwährend "Verspätung". Ein Blick in die Webcam auf meine Hauptseite Lapalma1.info zeigt, ob auf dem Flugplatz überhaupt etwas passiert.
Auch auf den Flughäfen von La Gomera und El Hierro ist noch Stillstand.


Das sieht doch schon mal gut aus. Heute Vormittag mit Blick zur Cumbre aufgenommen.
Der Wind und der Regen hat nachgelassen. Auf dem Flugplatz können vielleicht heute Mittag die ersten Flüge nach 3 Tagen Zwangspause wieder starten. Hunderte von Urlauber hängen auf der Insel fest, obwohl einige bereits seit Montagmorgen am Arbeitsplatz sitzen sollten.
Die neuen Gäste vergnügen sich (oder auch nicht) derweil auf den anderen Nachbarinseln.

Die vergangene Nacht brachte auf der Ostseite noch einmal heftige Windböen, Blitze, sehr viel Regen und Hagelkörner. Ja, Hagel - Sie haben richtig gelesen. Ein doch auf 400 Meter/Höhe seltenes Phänomen.

Die Schulen sind auf allen Inseln seit heute wieder geöffnet. Bis auf eine Schule in Fuerteventura, dort ist durch die elementare Gewalt das Dach weggeflogen.
Ein Todesopfer gibt es auf La Gomera zu beklagen. Eine 26 jährige deutsche Touristin wurde beim Wandern ! (bei 130 km/h Windstärke und Warnstufe "rot") bei einem Felsrutsch im Valle Gran Rey erschlagen.

Das Schlechtwettergebiet ist weiter Richtung Westafrika abgezogen. Jetzt gilt es die Schäden zu begutachten. Auf der Ostseite hat es doch am Heftigsten gewütet. Abgedeckte Dächer (das Hospital hat noch alle Ziegeln) umgestürzte Strommasten, gefällte Bäume und verschlammte Straßen.
Auch die Orangen, Äpfel und die Nisperos sind abgeerntet. Damit ist für die nächsten Tage schon mal klar was als Postre auf den Tisch kommt. Auch kann das Marmeladendepot weiter aufgefüllt werden.

Es bleibt jetzt zu hoffen, daß dies das letzte Unwetter für den Winter war. Wasser haben wir nun genug.
Aber auch das Grün - und auch das Unkraut wird nun einen Wachstums- Impuls erhalten haben. Isla Verde - die grüne Insel eben.

Montag, 4. März 2013

Eine stürmische Nacht

NEWS:
14.40 Uhr - wie der Kanarische Krisenstab mitteilte, werden im Westen und Norden von La Palma Wellen bis zu 6,50 Meter Höhe in den nächsten Stunden erwartet. In den vergangenen 24 Std. wurden auf dem Monte Brena (Ostseite) 134,2 Liter Niederschlag gemessen. Auch wird geprüft ob am Dienstag alle Schulen wegen der extremen Witterungssituation geschlossen bleiben. Der für Morgen vorgesehene Besuch der AIDAsol wurde storniert.


Noch ist es nicht überstanden. Auch für heute Nachmittag sind wieder starke Stürme vorhergesagt. Winböen bis 130 km/h und Regen. Die Warnstufe steht weiter auf "Rot". Der Fluverkehr ist noch ausgesetzt. Im Hafen soll wieder Normalität eingekehrt sein.
Wie es gestern Nachmittag auf der Ostseite der Insel aussah zeigt das Nova-Video.


Besonders stark hat es um die Hauptstadt Santa Cruz getobt. Windböen bis 150 km/h, Starkregen, Erdrutsche und gesperrte Straßen sowie Stromausfälle. Die Barancos verwandelten sich in reissende Ströme. Heftige Stürme und Schäden auch in Brena Alta am Sportgelände oder wie hier das eingedrückte Garagentor in Botazo. Unzählige Antennen wurden abgeknickt.
Heute sind alle Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen.



Wie geht es weiter? Der Sturm hat auf der Ostseite nachgelassen. Aber es regnet wieder stärker. Wieviel Regen in den letzten Stunden gefallen ist?. Sicher mehr als 100 Liter/m². Genaue Zahlen gibt mein Regenmesser nicht mehr her. Sturmschaden !

Sonntag, 3. März 2013

Sturmwarnung "Rot"

NEWS:
15.16 Uhr - auf dem Flugplatz Mazo wurde wegen des Sturms der Betrieb eingestellt. Im Hafen von Santa Cruz wurde ein LKW umgerissen. Ebenso flog das Dach eines Hauses in der Hauptstadt davon.


Das hatten wir auch schon lange nicht mehr. Der Wetterdienst AEMet setzt den Ostteil und die Cumbre auf die höchste Warnstufe "Rot".
Es ist der Wind oder besser die zu erwartenden orkanartigen Stürme die ab Sonntag 15.00 Uhr kommen sollen. Mit Windspitzen bis zu 130 km in der Stunde rechnen die Meteorologen. Die Sturmwarnung gilt zunächst bis 24.00 Uhr.
Der Regen hält sich im Moment noch zurück. Auf der Ostseite gab es heute bisher nur 11 Liter/m².
Die Zufahrt zum Roque de los Muchachos und zur Caldera wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Sonst gibt es noch keine außergewöhnlichen Vorkommnisse zu melden.

Freitag, 1. März 2013

Eine Schlechtwetterfront kommt

NEWS:
2. März 2013 - 9.15 Uhr - in der vergangenen Nacht fielen bereits auf der Ostseite 26,1 l/m² Regen. Obwohl es heute Morgen sonnig und nicht nach Regen oder Sturm aussieht, hält die AEMet an ihrer Warnung fest. Für Sonntag wurde bereits das Kreuzfahrtschiff die englische  Thomson Majesty umgeleitet und wird La Palma nicht anlaufen.


Was kommt denn da schon wieder?
Der staatliche Wetterdienst AEMet hat die komplette Provinz Teneriffa auf die Unwetterwarnstufe "Orange" gesetzt. Ein kräftiges Wolkengebilde kommt von Westen (Sat-Aufnahme).
Für La Palma wird Sturm bis zu 100 km/h vor allem auf der Westseite und in den Bergen erwartet. Auch der Regen soll üppig ausfallen. Bis zu 100 Liter in 12 Stunden und sehr hoher Seegang. Der Höhepunkt soll am Sonntag- nachmittag erreicht werden. Dabei fällt die Schneefallgrenze auf 22oo m. Das würde bedeuten, daß unsere höchsten Gipfel eine Schneehaube erhalten.
Regen ja - der Sturm muß nicht unbedingt sein. Aber das Wetter kann man sich bekanntlich nicht aussuchen. Jetzt Anfang März kommt die Bescherung reichlich spät. Normal ist der Monat Februar dafür prädestiniert.

Das könnte auch wieder bedeuten, daß die Flieger und Fähren ihren Betrieb einstellen müssen. Der Wind kommt zunächst aus Süden und soll ab Sonntag auf Südwesten drehen, mit der Gefahr von Fallwinden.

Sehen wir das Ungemach positiv, dann bekommen wir vielleicht doch noch das fehlende Wasserdefizit aufgefüllt.

Sonntag, 25. November 2012

Lass diesen Kelch an uns vorübergehen

Wetterlage:

Vielleicht bewahrheitet sich dieser Spruch aus dem Markusevangelium dieses Mal. Alles verräumt und angezurrt und warten auf das angekündigte "Unwetter". Es ist fast so wie in der Vorweihnachtszeit nur warten wir nicht auf die Bescherung, sondern auf Sturm und Regen - und nicht viel geschieht. Pünktlich heute Morgen um 6.00 Uhr setzte der Regen auf der Ostseite wie angekündigt ein. Jetzt um 12.00 Uhr kaum mehr Regen und kein Wind. Die Flieger starten und landen auf dem Flugplatz. Sollte sich unser AEmet Wetterdienst getäuscht haben? Das würden wir dieses Mal freudig akzeptieren. Die Wetterampel steht für Sonntag und Montag wohl noch im orange Bereich, aber die Wind und Regenmengen wurden bereits etwas nach unten korrigiert.
Auch der Blick auf die Eumetsat Satellitenaufnahme von 11.00 Uhr zeigt La Palma nur noch im unteren Randbereich des Wolkenbandes. Alles zieht gen Norden und soll in Festlandspanien und Portugal zur Entfaltung kommen - so die Wettervorhersage für die Peninsula.
Warten wir jetzt einfach noch ab und hoffen auf eine Fehleinschätzung unserer Wetterhähne.

Samstag, 24. November 2012

Unwetteralarm

NEWS:

Nicht schon wieder, wird jetzt so mancher ausstoßen.
Es geht aber ab dem morgigen Sonntag wieder weiter. Nach den AEmet Wetterprognosen sollen dieses Mal aus Nordwesten Stürme mit Spitzen bis zu 110 km/Std. auftreten und 65 mm Niederschlag innerhalb von 12 Stunden fallen. Dazu ein Wellengang bis zu 6 Meter bei einer Windstärke 7. Da der Wind aus Nordwesten kommt sollte man vor allem auf der Westseite alles einräumen oder festbinden. Wir auf der Ostseite werden es mit den gefürchteten Fallwinden aus den Bergen zu tun bekommen - genauso schlimm. Mit allen Einschränkungen des Flug- und Hafenverkehrs. Die Wetteralarmstufe steht bereits auf "Orange" (Grafik). Dieses "Sauwetter" wird bis mindestens Dienstag andauern. Damit können wir auch wahrscheinlich unsere Kreuzfahrtschiffe wie die Hamburg oder die AIDA am Dienstag gleich abhaken.
Wer mal einen Blick auf Webcams rund um die Insel werfen möchte, geht auf meine Lapalma1.info Seite.

Samstag, 3. November 2012

Der Sturm frischt wieder auf

NEWS:
Der Wind oder besser die Sturmböen haben auf der Ostseite wieder kräftig aufgefrischt. Seit dem Nachmittag schlagen sie fast peitschenartig zu. Regen gab es dagegen heute kaum.
Es sind diese Böen aus Südwesten die durch das bergige Gelände rasant an Fahrt aufnehmen und zu Tal brausen. Nach 20 Sekunden ist oft der Spuk vorbei, um nach einigen Minuten wieder von vorne zu beginnen.
Noch gab es heute keine Flugausfälle. Dies könnte sich jedoch gegen Abend ändern.

Die AENA, der staatliche Flughafenbetreiber hat die September Zahlen veröffentlicht.
Danach wurden im September 2012 insgesamt 73.348 Passagiere abgefertigt. Ein Minus von 19,8% zum Vergleichsmonat des Vorjahres. Genauso gingen die Flüge um 20,5% im gleichen Vergleichszeitraum auf 1296 Flugbewegungen zurück.

Es stellt sich natürlich immer wieder die Frage warum wir unbedingt einen so großen neuen Flughafen - auch Krematorium genannt - mit über 20 Abfertigungsschalter gebraucht haben. Er fährt seit seiner Eröffnung nur Verluste ein, so daß viele vertraute Dienstleistungen wie die örtliche Mazo Polizei oder der Bankomat bereits weggespart wurden.

Wir haben jetzt lange Anmarschwege, viele Treppen und Geschosse, leere und noch nie oder bereits wieder geschlossene Geschäfte, aber viel schwarzen Marmor und ein an eine Baustelle erinnerndes Röhrensystem  der Klimaanlage, einen viel zu kleinen Paternoster und kalte Edelstahl Rinnsale.

Das mag vielleicht Modern sein und dem Massentouristen gefallen, für eine "Grüne Insel" mit vielen Individual-Gästen mag das aber ein Graus sein.
Der erste Eindruck ist entscheidend und der erinnert mehr an ein dunkles, kaltes und oft menschenleeres "Krematorium" und vermittelt nicht im Geringsten auch nur einen Tatsch von der grüne Oase auf der er eigentlich steht. Dem Architekten gehört heute noch das Honorar gestrichen.