Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

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Montag, 9. März 2015

Calima Sandsturm aus der Sahara

Calima – ein typisches Wetterphänomen


Ein dichter Calima Sandschleier überdeckte am vergangenen Wochenende die Kanarischen Inseln. Wie hier auf dem Bild der Calima bei Santa Cruz de La Palma.

Große Luftdruckgegensätze befördern Unmengen an Sand aus der Sahara und zaubern ein weiches, fast unwirkliches La Palma. Die normal übliche 60 bis 70% Leuftfeuchtigkeit, sinkt schlagartig auf nicht mehr messbare 0% Werte. Eingeschränkte Sichtweite und Atembeschwerden beim Asthmatiker sind die negativen Folgen. Calima Temperaturen von bis zu 24°C lassen gerade nach den ... weiterlesen

Samstag, 29. November 2014

Sturmfront wieder abgezogen

La Palma hat die Sturmfront überlebt !


Der Spuk ist vorbei. So schnell wie diese Sturmfront gestern kam – so schnell ist sie auch wieder verschwunden. Das Satellitenfoto (AEmet) von heute Morgen zeigt eingefärbt die nun bereits weiter nach Westafrika abgezogene Sturmfront. Es ist ein großer Tiefdruckwirbel, der von Festlandspanien (Andalusien) bis 1500 km südlich zu den Kanarischen Inseln reicht. Gerade im südlichen Randbereich entstanden durch die großen Luftdruckunterschiede diese heftigen Stürme. Windspitzen bis 125 km/h wurden zum Beispiel am Flugplatz La Palma gemessen. Seit 24.00 Uhr in der vergangenen Nacht kam es aber zu keinen weiteren großen Wetterkapriolen. Die entstandenen Schäden sind nach ersten Einschätzungen gering. Im Norden von La Palma haben der hohe Seegang wie hier im Puerto Espindola Boote und Yachten durcheinander gewirbelt. Umgestürzte Bäume, Licht- und Strommasten und Steinschlag behindern den Verkehr.


Der Flugbetrieb ist noch eingestellt.



Noch ist La Palma von der Außenwelt abgeschnitten. Auf dem Flugplatz Mazo ist heute noch kein Flugzeug gelandet oder gestartet (Stand 10.00 Uhr). Es dauert bis alle nach Teneriffa und Gran Canaria umgeleiteten Flüge ihre zwischengeparkten Gäste eingesammelt haben und nach La Palma starten können. Nur das kleinere Kreuzfahrtschiff Braemar von Fred Olsen hat es heute Morgen gewagt von La Gomera kommend in den Hafen von Santa Cruz de La Palma einzulaufen. Es ist ja nicht nur La Palma von der Sturmfront betroffen worden, sondern auch alle anderen Nachbarinseln. Diese extremen Wettersituationen mit Auswirkungen auf den Schiffs- und Flugverkehr erleben wir alle Jahre wieder in den Monaten November, Dezember und Januar. Rund 2 bis 3x in der Winterhälfte bleiben wir für einige Tage unter uns.


Kleine Aktualisierung: Um 10.06 Uhr ist die erste Maschine – eine englische Thomson (TUI) aus London (siehe Foto) gut gelandet. Sie kam aus Gran Canaria. Auch die Airberlin mit deutschen Gästen, mit Zwischenstopp auf Teneriffa Sur, soll in wenigen Minuten hier landen. Nach der Sturmfront normalisiert sich nun so langsam auch der Flugverkehr wieder. Die Gäste kommen mit einer Erfahrung reicher, vielleicht etwas müde, dann doch noch auf La Palma an. Es war schon immer etwas besonderes unsere Insel in den Wintermonaten zu Bereisen.
Besuchen Sie auch die Seite: Kanaren NEWS mit aktuellen Nachrichten zu den kanarischen Westinseln 

Dienstag, 1. April 2014

Fallwinde und keine Condor aus Deutschland

NEWS:

Das ist mein - schon fast komfortabler Blick - auf unseren Flugplatz. Vom Schreibtisch aus entgeht mir kaum eine Bewegung auf unserem übergroßen International Airport. Den ganzen Tag herrschte dort unten Ruhe. Keine der 5 Condor-Maschinen aus Deutschland konnte bis jetzt landen. Auch der insulare Flugverkehr ist lahm gelegt.


Die auf dem Foto geparkte Binter wartet schon seit den frühen Morgenstunden auf eine Wetterbesserung. Es liegt in der Entscheidung des Piloten ob gelandet oder gestartet wird.

Nur die Thomas Cook aus Brüssel wagte sich um die Mittagszeit auf den Boden. Auch wenn der Start (Foto) mehr schlecht als recht ab lief, war sie neben einer Binter in den frühen Morgenstunden, das einzige Flugzeug heute. Es sind die unberechenbaren Fallwinde aus den Bergen die vor allem eine Landung zum Risiko werden lassen.
Einige Maschinen - Iberia und Condor - haben einen Landeversuch unternommen. Schnell wurde den Piloten aber klar, dass es keine gute Idee ist heute hier zu landen. Sie sind "Durchgestartet" und weiter Richtung Osten auf eine Nachbarinsel geflogen.
Ob gegen Abend ein neuer Anflugversuch unternommen wird, entscheiden die Windverhältnisse.


So liegen heute die Passatwolken über dem Flugplatz (Foto unten). Normal entstehen sie erst bei Annäherung an die auf der Aufnahme hinter mir liegenden Berge. Der Gegendruck durch den starken Westwind (im Rücken) treibt sie aber vor die Insel. Unter diesem Wolkengebilde muss der Westwind durch. Das sind dann die Fallwinde die heute mit geschätzten 100 km/h wie in einem Windkanal die Barrancos herunter rasen.
Nach der AEmet Wettervorhersage soll es bis Morgen-Vormittag so weiter gehen.

Samstag, 25. Januar 2014

Starke Brandung und Schäden auf der Westseite

NEWS:
Sonntag, den 26.01.2014
Nach ersten Schätzungen wurden im Bereich des Bananenanbaus auf der Westseite ca. 3000 Stauden zerstört. Die Auswirkungen sollen den Hurrikan Delta von 2005 noch übertroffen haben. Betroffen ist vor allem das Gebiet Todoque, Puerto Naos und El Remo.



Das sah auf der Vorhersage des Wetterdienstes AEmet gar nicht so schlimm aus. Es war wohl die Wetterwarnstufe "gelb" ausgerufen worden, aber die Folgen waren weit aus gravierender. Starker Seegang, so dass die AIDA Schiffe gestern nicht in den Hafen von Santa Cruz de La Palma einlaufen konnten (auf www.Kanarenkreuzfahrt.net gibt es ein Video). Vor allem aber der Wind hat auf der Westseite schwere Schäden hinterlassen. Windböen aus Nordosten mit bis zu 80 km/h waren angekündigt, durch die Berge mit den tiefen Barrancos aber wie in einem Kanal beschleunigt worden. Bis zu 150 km/h schnell wurden die Böen eingeschätzt. Heute und am Sonntag gilt weiter die gelbe Warnstufe (Grafik AEmet).

Unsere ehemalige Inselpräsidentin Guadelupe Tano hat einige Fotos auf ihrer Facebookseite veröffentlicht. Wie links im Hafen von Tazacorte, wo die Brandung Yachten an Land gehievt hat.
Oder auf der Straße bei Puerto Naos wurden durch den Sturm Begrenzungsmauern um Bananenplantagen umgerissen und stürzten auf parkende Fahrzeuge. Auch im Hotel Sol La Palma wurden in der Eingangshalle die Türen aus der Verankerung gerissen und in den Innenraum des Hotel katapultiert. Die Schäden in der Landwirtschaft sind noch nicht überschaubar. Verletzte scheint es nicht gegeben zu haben.

Auf der Ostseite der Insel gab es keine mir bekannten Schäden. Hier hatten wir leicht böigen Wind und "nur" starken Wellengang. Eine kleine Insel aber mit unterschiedlichen Wetterphänomenen. Die steilen Bergflanken im Zentrum der Insel verteilen nicht nur den Regenniederschlag ungleichmäßig, sondern können auch die Winde mildern oder wie gestern verstärken. Bei Westwind haben wir dieses Symptom genau umgedreht. Hier ist dann oft der Flugplatz Mazo auf der Ostseite durch die unberechenbare Fallwinde nicht mehr von den Fliegern anzusteuern. Das hatten wir erst vor einigen Wochen im Dezember 2013 wieder erlebt.



Sonntag, 8. Dezember 2013

Was ist denn nun mit dem Wetter ?

NEWS:


Der staatliche Wetterdienst AEmet erwartet ab den Vormittagsstunden des kommenden Montag starke Windböen bis 80 km/Stunde und hat die Wetteralarmstufe für Montag und Dienstag wieder auf "Gelb" gesetzt (siehe Grafik oben - zum Vergrößern anklicken).
Am ruhigsten ist es noch auf den Gipfeln (Cumbre). Die Winde kommen aus südöstlicher Richtung. Ab Mittwoch spätestens soll noch üppiger Regen fallen.

Nachdem sich AEmet bereits mehrfach kräftig getäuscht hat und mir manche Vorhersage wie "Kaffeesatzleserei" vorkommt, werfen wir einen Blick auf die jüngste Satellitenaufnahme. Ein Tiefdruckgebiet liegt westlich auf dem Atlantik. Es ist schon zur Hälfte an La Palma vorbeigezogen und könnte zwischen La Palma und Cabo Verde (am linken unteren Rand) gen Afrika abgeschwächt einschwenken. Der zweite Wetterdienst El Tiempo den ich mit seinen Prognosen seriöser und treffender einschätze, sieht am Dienstag nur Winde bis 25 km/Stunde (Grafik unten).
Einig sind sich aber beide Wetterdienste, dass der Mittwoch ein nasser Tag mit Regen bis 34 L/m² wird und ein Regenschirm gut seine Dienste erfüllen könnte.

Es ist natürlich bei unserer Topografie der Insel nicht leicht, verbindliche Vorhersagen zu machen. Vor einer Woche haben wir es erst gesehen, dass auf der Westseite bei Los Llanos gerade einmal 7 Liter - bei mir auf der Ostseite/Mazo aber gemessene 140 Liter pro m² Regen gefallen sind.
Was dem Kartoffel- Anbauer gut und recht ist, muss nicht unbedingt auch den Touristen erfreuen.

Warten wir ab - am kommenden Donnerstag sind wir alle schlauer und können die Treffgenauigkeit unserer Meteorologen beurteilen.
Vielleicht könnte ein Bewohner auf der Westseite hier kurz seine Beobachtungsergebnisse als Kommentar oder per Mail mitteilen (Danke).



Sonntag, 11. November 2012

Unsere kleinen "Katastrophen"

NEWS:

Selbst diesen abgestellten Sattelauflieger am "Alten Flugplatz" in Brena Alta hat der Sturm von letzter Woche zu Fall gebracht. Es sind die Windböen die urplötzlich mit Brachialgewalt zu schlugen. Gerade auf freien Flächen bietet so ein Container einen großen Angriffspunkt. Nachdem wir nun unsere drei "Katastrophen" - die Dürre, das Feuer und das Unwetter mit Sturm und Regen - einigernassen gut überstanden haben, ist das "Soll" für dieses Jahr hoffentlich erfüllt. Am 21.Dezember oder am 23. Dezember für die die etwas länger warten wollen - soll so oder so nach Meinung einiger Maya-Anhänger die Zivilisation untergehen. Diese paar Wochen werden wir nun schon noch überleben und können inzwischen unsere Tiefkühlvorräte und die in Dosen gehortete Notrationen mehr oder weniger genussvoll vertilgen.

Machen wir es einfach wie die Natur

 
Die Natur macht es da viel schlauer. Selbst totgeglaubte und abgesägte Kiefern unserer hiesigen kanarischen Sorte schlagen wieder munter aus (danke an Klaus Heil aus El Paso für das Foto). Auch dieser Baum lebt nach einem Kalender - nach dem Rhythmus der Natur, dem Naturkalender. Und dannach werde ich mich auch halten und habe daher bereits unsere Weihnachtsente eingekauft, die wir dann am 25.12. mit einer Maronenfüllung, Rotkraut und Knödel verspeisen werden.

Schnäppchen auf La Palma


Zum Thema Weihnachten fällt mir da noch etwas ein. Meine neue "Schnäppchenseite" für La Palma und den Rest der Kanaren. Noch etwas dürftig - soll aber im Laufe der Zeit weiter wachsen. Wenn Sie etwas dazu beitragen möchten und können einfach einen Kommentar oder eine Mail an mich. Hier geht es zur neuen Seite: Kanarenknaller

Samstag, 3. November 2012

Der Sturm frischt wieder auf

NEWS:
Der Wind oder besser die Sturmböen haben auf der Ostseite wieder kräftig aufgefrischt. Seit dem Nachmittag schlagen sie fast peitschenartig zu. Regen gab es dagegen heute kaum.
Es sind diese Böen aus Südwesten die durch das bergige Gelände rasant an Fahrt aufnehmen und zu Tal brausen. Nach 20 Sekunden ist oft der Spuk vorbei, um nach einigen Minuten wieder von vorne zu beginnen.
Noch gab es heute keine Flugausfälle. Dies könnte sich jedoch gegen Abend ändern.

Die AENA, der staatliche Flughafenbetreiber hat die September Zahlen veröffentlicht.
Danach wurden im September 2012 insgesamt 73.348 Passagiere abgefertigt. Ein Minus von 19,8% zum Vergleichsmonat des Vorjahres. Genauso gingen die Flüge um 20,5% im gleichen Vergleichszeitraum auf 1296 Flugbewegungen zurück.

Es stellt sich natürlich immer wieder die Frage warum wir unbedingt einen so großen neuen Flughafen - auch Krematorium genannt - mit über 20 Abfertigungsschalter gebraucht haben. Er fährt seit seiner Eröffnung nur Verluste ein, so daß viele vertraute Dienstleistungen wie die örtliche Mazo Polizei oder der Bankomat bereits weggespart wurden.

Wir haben jetzt lange Anmarschwege, viele Treppen und Geschosse, leere und noch nie oder bereits wieder geschlossene Geschäfte, aber viel schwarzen Marmor und ein an eine Baustelle erinnerndes Röhrensystem  der Klimaanlage, einen viel zu kleinen Paternoster und kalte Edelstahl Rinnsale.

Das mag vielleicht Modern sein und dem Massentouristen gefallen, für eine "Grüne Insel" mit vielen Individual-Gästen mag das aber ein Graus sein.
Der erste Eindruck ist entscheidend und der erinnert mehr an ein dunkles, kaltes und oft menschenleeres "Krematorium" und vermittelt nicht im Geringsten auch nur einen Tatsch von der grüne Oase auf der er eigentlich steht. Dem Architekten gehört heute noch das Honorar gestrichen.

Montag, 29. Oktober 2012

Es wird ungemütlich

NEWS:
Ab Dienstag um die späten Vormittagsstunden wird es wettertechnisch auf La Palma ungemütlich. Die Warnstufe wurde für die Berge auf "Orange" angehoben (siehe Karte oben). Es ist der Sturm der dann aus südwestlicher Richtung mit 100 Stundenkilometer über die Gipfel fegen soll. Im Küstenbereich werden immer noch Windgeschwindigkeiten von 75 bis 85 km/h erwartet. Begleitet wird der Sturm von ausgiebigen Niederschlägen bis 65 Liter in 12 Stunden.

Dann bleiben wir am Besten zu Hause und lassen das Wetter machen was es will. Das wäre schön - nur ist morgen AIDA Tag. 2500 Passagiere werden auf die Insel einfallen und ich mitten drin. Ich hoffe nur, daß die Gäste nicht allzusehr von unserem Wetter enttäuscht werden. Das ist natürlich für einen Guia auch eine besondere Herausforderung alle Gäste bei Laune zu halten. Bei einem herzhaften "Puro" und einem Gläschen palmerischen Vino in einer urrigen Bodega wird das aber sicher gelingen.
Am Mittwoch soll es mit dem Wind und Regen so weiter gehen. Zumindest ist der Garten dann anständig gegossen und die Sturmschäden werden wir uns erst danach näher ansehen.