Kanaren News (El Hierro-La Gomera-La Palma)

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Samstag, 30. Mai 2015

Löschflugzeug im Einsatz

Reger Verkehr auf dem Flughafen La Palma


Während am Boden die Löscheinheiten der UME (Unidad Militar de Emergencias) zwei simulierte Waldbrände im Norden und am Rande der Caldera de Taburiente löschen, wird die UME aus der Luft von Hubschraubern und einem Canadair CL-215 Löschflugzeug unterstützt.
Ein extra aus Festland Spanien eingeflogenes Löschflugzeug Canadair CL.215 T mit einem 5400 Liter Löschwasser-Tank kam zum Einsatz. Von diesem Flugzeugtyp besitzt Spanien fünf Maschinen. Sie wurden in Kanada ... weiter

Freitag, 20. Juni 2014

Löschbrigaden sind Einsatzbereit


Donnerstag, 26.06.14 - 19.30 Uhr- Kaum wird die volle Einsatzbereitschaft der Löschkräfte gemeldet geht es auch schon los.
Am Nachmittag gegen 14.30 Uhr entstand im Norden, in der Gemarkung Garafia bei Las Tricias, ein Flächenbrand. Starker Wind peitschte die Flammen an. Nur durch den schnellen Einsatz der in der Nähe stationierten BRIF Brigade und weiterer Feuerwehreinheiten, konnte der Brand nach 2 Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Ca. 3,5 ha Wald- und Buschland fielen dem Feuer zum Opfer.


Für den Brandfall gerüstet

Alle Jahre wieder - wird in der trockenen Sommerzeit die palmerische Ruhe durch Waldbrände aufgeschreckt. Eine grüne Insel mit viel Bewuchs bietet natürlich reichlich Nahrung für ausbrechende Feuer. Dürres Unterholz und ausgetrocknete Kiefernnadeln am Boden, aufpeitschender Wind und in den Calima Tagen mit 0 % Luftfeuchtigkeit - ideale Voraussetzungen. Nicht nur Wald- und Buschland, sondern auch bewohnte Orte und Siedlungen sind bedroht.

Ob es die Klimaveränderung oder andere Faktoren sind, die Brandhäufigkeit nimmt in den letzten 10 Jahren zu. Allein 2014 gab es bereits mehrere Feuer in El Paso und vor wenigen Tagen im Grenzgebiet Brena Alta/ Santa Cruz de La Palma (ich hatte berichtet).
Nun wurde der Brandbekämpfungsplan 2014 vom Cabildo Insular (Inselregierung) aktiviert. Alle notwendigen Truppen und Gerätschaften sind jetzt vor Ort.

11 Brigaden mit ausgebildeten und meist erfahrenen Feuerwehrleuten und die nötigen Lösch- und Tankfahrzeugen stehen bereit. Die Beobachtungsposten auf den Bergen und den Beobachtungstürmen sind bereits seit Tagen rund um die Uhr besetzt. Schon seit Jahren werden stationäre Druckwasserleitungen in besonders gefährdete Waldgebiete verlegt. Dieses System wird ständig erweitert und wenn Finanzmittel zur Verfügung stehen, komplimentiert


Gefehlt hatten noch die zwei gelben Löschhubschrauber der Brigadas de Refuerzo contro Incendios Forestales (BRIF) vom spanischen Festland. Auch diese sind vor wenigen Tagen eingetroffen (Foto oben bei der Ankunft auf dem Flugplatz Mazo). Sie werden im Norden der Insel bei Puntagorda stationiert.
Es sind polnische SOKOL Helikopter mit zwei Mann Besatzung und einer Steigrate von 8,5 m/s mit 2 PLZ Gasturbinen von je 662 kW Leistung. Sie können mühelos Wassersäcke bis zu zwei Tonnen (2000 Liter) tragen und ihre Ladung punktgenau absetzen (Fotos: Gobierno Canarias).

Darüber hinaus stehen noch fünf Helikopter der Grupo de Emergencias y Salvamento (GES) der Kanarischen Regierung zur Verfügung. Einer davon (eine Bell B 212) ist ständig als Notfall- Helikopter auf La Palma stationiert. Die Anderen auf den Nachbarinseln. Sie können allerdings nur rund 1000 Liter Löschwasser befördern.
Es hat sich in den vergangenen Jahren bereits gezeigt, dass Hubschrauber wesentlich effektiver als Flächenflugzeuge in den Schluchten und Barrancos eingesetzt werden können.

Das Flächenflugzeug Canadair CL415 (Foto) ist mehr für ebene Flächen geeignet. Auch dauert der Auftankvorgang wesentlich länger, da zur Schonung der Vegetation Süßwasser auf dem Flugplatz Mazo manuell nachgetankt wird. Ein älteres Baumuster ist ständig auf La Gomera bzw. Teneriffa stationiert. Weitere können dann in Madrid angefordert werden. Die Überführung dauert aber mindestens 2 Tage. Eine Dauerpräzens weiterer Maschinen auf den Kanaren während der Sommermonate, lehnt Madrid aus Kostengründen und Eigenbedarf auf dem Festland jedoch ab.

Gut - das sollte erstmals ausreichen. Wir wissen wie wichtig eine schnelle Brandbekämpfung ist. Ein Feuer entdeckt und sofort bekämpft ist die beste und wirksamste Methode.
Oft führen keine Wege für ein Löschfahrzeug zur Brandstelle. Aus der Luft kann jedoch fast jeder Winkel in Minutenschnelle erreicht werden. Hat sich ein Feuer erst einmal ausgebreitet, erfordert es einen riesigen menschlichen und materiellen Einsatz um es unter Kontrolle zu bringen bzw. zu löschen.

Nur Wolken und die Nacht  hindern die Flugzeuge am Aufsteigen. Wir wissen aber, dass auf La Palma eine sehr agile Löschtruppe in der Vergangenheit und sicher auch wieder im kommenden Sommer mit allen Mitteln ein aufkommendes Feuer bekämpfen wird.
Auch wenn hier nicht alles so perfekt abläuft, gibt es im Notfall aber eine große Solidarität. Innerhalb weniger Stunden werden Militäreinheiten oder Löschmannschaften samt Material per Flugzeug oder mit einer schnell organisierten Fähre von Teneriffa oder Gran Canaria auf die Insel geschafft.

Wir sind spätestens seit 2009 gewarnt, was Feuer auf unserer Insel anrichten kann (siehe Feuer 2009 )

Donnerstag, 9. August 2012

Feuer gelöscht

Auch den zweiten Wald- und Flächenbrand in diesem Jahr haben wir gerade noch glimpflich überstanden. Es gab laut Cabildo Präsidentin Guadelupe Tano keine Gebäudeschäden, nur Leichtverletzte und acht Weidetiere wurden getötet. Sie empfiehlt in Wohngebieten alles überflüssige trockene Gestrüpp zu entfernen, da weitere Brände bei der Trockenheit nicht ausgeschlossen werden können.
Gestern wurden von den Löschhubschraubern noch kleine immer wieder aufflackernde Restbrände bekämpft. Heute ist Ruhe und kein Helikopter in der Luft.
Die drei gelben Löschflugzeuge Canadair standen am Mittwoch Morgen aufgereiht auf dem Flugplatz. Am Abend waren sie verschwunden. Ob sie weiter nach La Gomera oder zu ihren Heimatstützpunkten nach Festlandspanien geflogen sind, vermag ich nicht zu beurteilen.

Der Schreck und Schock des Brand sitzt tief. Vor allem in Mazo und hier in den direkt betroffenen Ortsteilen Tigalate und Montes de Luna ist er weiter Gesprächsthema.
Man muß kein Hellseher sein um vorherzusagen, daß die Gefahr weiterer Brände akut besteht. Es hat nicht - oder in Brena Alta nur einige Tropfen geregnet. Schon für das kommende Wochenende ist eine neue Hitzewelle im Anmarsch. Wenn dann noch Calima mit seiner sehr geringe Luftfeuchtigkeit dazu kommt stehen die Chancen 50:50 oder noch schlechter, daß irgendwo auf der Insel der nächste Brand ausbricht.
Die Löschmannschaften sind geübt und die Feuer-Überwachung der Insel funktioniert. Es bleibt dann nur zu hoffen, daß die Flugzeuge auch schnell wieder zur Stelle sind und man nicht Tage auf die Flächenflugzeuge warten muß.
Aber auch in Andalusien besteht Feuergefahr und die wenigen vorhandenen Maschinen müssen sinnvoll platziert werden. Keine leichte Aufgabe, eine Provinz wird sich immer benachteiligt fühlen. In Festlandspanien werden übrigens auch Hubschrauber einer deutschen Firma aus Ahlen eingesetzt. Dazu habe ich einen Bericht im "Die Glocke" gefunden.

Dienstag, 7. August 2012

Feuer - Wetterwechsel hilft

NEWS:
Das Feuer um den Nambroque ist unter Kontrolle oder wie es in den offiziellen Statements heißt "Stabilisiert".
Ein Verbündeter ist überraschender Weise eingetroffen - das richtige Wetter. Auf der Ostseite hat es in der vergangenen Nacht sogar etwas geregnet. Nicht viel - aber 1Liter/m² zeigte mein Regenmesser am Morgen an. In den Höhenlagen um die Brandstelle dürfte allerdings kein Regen gefallen sein. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit von 59 % und die kühleren Temperaturen 21,9°C (um 10.00 Uhr) macht es dem Feuer schwer und den Löschmannschaften leichter den Brand zu löschen.
Noch stehen Flächen wie auf dem Bild der RTVC in Flammen. Die Löschflugzeuge konnten aber gestern entscheidend in den Kampf eingreifen und das Brandgebiet eingrenzen. Gerade die Canadair Flächenflugzeuge - am Morgen waren es drei, am Nachmittag noch ein Flugzeug - konnten auf der Hochebene ihre Trümpfe ausspielen. Für die Piloten war es nicht einfach bei wolkenverhangener Sicht zu fliegen. Die Maschinen mussten sich erst auf der Ostseite über dem Meer in große Höhen schrauben um dann über der Wolkenschicht den Brandherd ansteuern zu können. Nicht ganz ungefährlich, aber dies ist ihr Job.
Heute Morgen verziehen sich erst langsam die Wolken. Bisher konnte ich noch kein Flugzeug bzw. Hubschrauber ausmachen. Ich denke aber, daß bis Mittag auch wieder Flugzeuge eingesetzt werden können.
Bisher erstreckt sich das Brandgebiet über eine Fläche von 1500 bis 1700 Hektar. Die Zahlen variieren. Auch auf La Gomera meldet man Erfolge. Dank des Wetters und des unermüdlichen Einsatzes der Löschmannschaften und deren Geräte sieht man Land und ist laut einer Pressekonferenz heute Morgen optimistisch.